Der Arbeitsmarkt in Mecklenburg-Vorpommern: August 2026

-   Aktuell gibt es 64.200 Arbeitslose in Mecklenburg-Vorpommern, die Arbeitslosen­quote liegt bei 7,8 Prozent 

-   Die Zahl der Arbeitslosen ist im Vergleich zum August des Vorjahres um 1.500 bzw. -2,3 Prozent gesunken und im Vergleich zum Vormonat Juli um 700 bzw. 1,2 Prozent angestiegen

-   „In Mecklenburg-Vorpommern ist die Zahl der Arbeitslosen gegenüber dem Vormonat Juli leicht gestiegen. Dieser Anstieg ist jahreszeitlich typisch und lässt sich mit der Sommerpause erklären, da viele Betriebe üblicherweise erst nach den Sommerferien wieder neues Personal einstellen. Gleichzeitig bietet diese Situation Chancen für Arbeitgeber, die noch Fachkräfte suchen. Lassen Sie sich von uns beraten – wir unterstützen Sie bei der Personalsuche und bei Bedarf mit einem vielfältigen Angebot an beruflichen Weiterbildungen und Qualifizierungen.“ (Thomas Letixerant) 

-   Der Bestand an gemeldeten sozialversicherungspflichtigen Stellen liegt mit 15.200 auf dem Niveau des Vorjahres 

-   Minus bei der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung im Vorjahresvergleich: 3.300 Jobs weniger (Juni-Daten)

-   Kurz-Infos: Ausbildungsmarktdaten; TOP TEN der unbesetzten Ausbildungsplätze; Digitale Medienangebote der BA zum Thema Berufswahl; Alo-Quoten der Städte und Kreise

28.08.2026 | Presseinfo Nr. 27

Arbeitsmarkt

Die Zahl der Arbeitslosen liegt - im Vergleich zum August des Vorjahres - mit 64.200 um 1.500 oder -2,3 Prozent unter dem Vorjahreswert. Die Arbeitslosenquote beträgt nun 7,8 Prozent und bewegt sich damit 0,2 Prozentpunkte unter dem Vorjahresniveau. Im Vergleich zum Vormonat Juli ist die Zahl der Arbeitslosen um 700 oder 1,2 Prozent leicht angestiegen. 

„In Mecklenburg-Vorpommern zeigt sich damit der für dieses Jahreszeit typische Anstieg der Arbeitslosigkeit. Er lässt sich mit der Sommerpause erklären, da viele Betriebe üblicherweise erst nach den Sommerferien wieder neues Personal einstellen. Gleichzeitig bietet diese Situation Chancen für Arbeitgeber, die noch Fachkräfte suchen. Lassen Sie sich von uns beraten – wir unterstützen Sie bei der Personalsuche und bei Bedarf mit einem vielfältigen Angebot an beruflichen Weiterbildungen und Qualifizierungen“, sagte Thomas Letixerant, Vize-Chef der Regionaldirektion Nord der Bundesagentur für Arbeit, heute (28. August 2026). 
Mit Blick auf die im Vormonatsvergleich gestiegene Jugendarbeitslosigkeit bei den unter 25-Jährigen sagte er: „Der typische Anstieg gegenüber dem Vormonat Juli bei dieser Altersgruppe (+360 bzw. 5,0 Prozent) ist kein Grund zur Besorgnis. Diese Zahlen werden im Herbst schon wieder ganz anders aussehen.“

Personalnachfrage

Die Personalnachfrage liegt insgesamt mit 15.200 Stellen auf dem Niveau des Vorjahres. Besonders gesucht werden derzeit Fachkräfte im Verarbeitenden Gewerbe, im Gesundheits- und Sozialwesen, im Handel sowie im Bau- und Gastgewerbe.

Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte

Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten – hierbei handelt es sich um die Juni-Daten – ist im Vorjahresvergleich um 3.300 bzw. 0,6 Prozent auf 573.500 gesunken.

Beschäftigungsrückgänge verzeichneten insbesondere der Handel (-1.400), das Verarbeitende Gewerbe (-1.200), die Bauwirtschaft (-1.000) sowie die Arbeitnehmerüberlassung und die unternehmensnahen Dienstleistungen (jeweils -700), zu denen unter anderem der Garten- und Landschaftsbau sowie das Sicherheitsgewerbe zählen. Neue Arbeitsplätze entstanden dagegen vor allem im Gesundheits- und Sozialwesen (+1.600), in der Immobilienwirtschaft und den freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen (+300).

Dazu Letixerant: „Menschen mit ausländischer Staatsangehörigkeit leisten einen wichtigen und wachsenden Beitrag zu unserem Arbeitsmarkt. Ihre Beschäftigung ist in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Damit tragen sie wesentlich dazu bei, dass Unternehmen ihre Fachkräftebedarfe decken können. Gleichzeitig geht die Zahl der deutschen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten zurück. Das zeigt: Menschen aus dem Ausland sind für unseren Arbeitsmarkt längst unverzichtbar. Sie leisten einen wichtigen Beitrag zur Fachkräftesicherung und zur Wertschöpfung in Mecklenburg-Vorpommern.“

Ausbildungsmarkt 

Zum Abschluss ging Letixerant auf den Ausbildungsmarkt ein: „Trotz des offiziellen Ausbildungsbeginns sind auch die August-Daten nur eine Momentaufnahme. Der Ausbildungsmarkt in Mecklenburg-Vorpommern ist nach wie vor in Bewegung. Bei uns sind aktuell noch 2.200 unbesetzte Ausbildungsplätze gemeldet. Speziell im Einzelhandel, in der Gastronomie und im Hotelgewerbe sind noch zahlreiche Ausbildungsplätze unbesetzt.“

Er forderte junge Menschen, die sich bisher erfolglos beworben haben, auf: „Meldet euch bei der Berufsberatung für einen kurzfristigen Beratungstermin. Nutzt unsere Jobsuche im Internet unter www.arbeitsagentur.de und besucht die Ausbildungsplatzbörsen, die wir in den nächsten Wochen gemeinsam mit den Kammern im Rahmen der sogenannten Nachvermittlung veranstalten.“

An die Arbeitgeber, die sich bisher noch nicht für eine Bewerberin oder einen Bewerber entschieden haben, sagte Letixerant: „Geben Sie auch schwächeren Jugendlichen eine Chance. Schauen Sie sich diese Bewerberinnen und Bewerber persönlich an und beurteilen Sie ihre Fähigkeiten und Kenntnisse nicht nur nach Aktenlage. Wir sind gerne bereit, Sie mit unseren Angeboten – etwa der Einstiegsqualifizierung (EQ) oder der assistierten Ausbildung (AsA) – zu unterstützen.“

Daten-Info: Ausbildungsmarkt (August-Daten 2026)

  • aktuell unbesetzte Ausbildungsplätze: 2.190 / -111 bzw. -4,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr

  • aktuell unversorgte Bewerber/-innen: 1.722 Bewerber/-innen / +97 bzw. +6,0 Prozent im Vergleich zum Vorjahr

TOP TEN der unbesetzten Ausbildungsplätze (August-Daten 2026)

  • Kaufmann/-frau im Einzelhandel: 282

  • Verkäufer/-in: 123 

  • Fachkraft - Lagerlogistik: 75

  • Koch/Köchin: 73

  • Fachmann/-frau-Restaurants- und Veranstaltungsgastronomie: 65

  • Metallbauer/-in - Konstruktionstechnik: 60

  • Hotelfachmann/-frau: 53

  • Berufskraftfahrer/-in: 48

  • Elektroniker/-in – Energie-/Gebäudetechnik: 47 

  • Handelsfachwirt/in: 46

Auswahl: BA-Online-Angebote für Jugendliche

  • Die Website www.mein-beruf.de bündelt übersichtlich alle wichtigen Informationen und Angebote rund um das Thema Ausbildung. Das Spektrum reicht von Tipps für die Berufswahl über das Online-Selbsterkundungstool „Check-U“ bis hin zur Jobsuche der Bundesagentur für Arbeit. In einer Veranstal­tungs­datenbank finden die Jugendlichen außerdem Ausbildungsmessen, Speed-Datings und weitere Events in ihrer Region. 

  • Die Seite bietet zahlreiche Erläuterungen und weiterführende Links.

 Beratungstermine: Jugendlichen bietet die gebührenfreie Service-Rufnummer 0800 4 5555 00 die Möglichkeit, einen Beratungstermin bei der Berufsberatung zu vereinbaren.

Arbeitgeber-Infos: Bei Fragen zur „assistierten Ausbildung“ (AsA) und der „Einstiegsqualifizie­rung“ (EQ) können Personalverantwortliche die ko­stenlose Arbeitgeberservice-Rufnummer 0800 4 5555 20 nutzen. 

Daten-Info: Arbeitslosenquoten in Kreisen und Städten

Arbeitslosigkeit in den Kreisen

  • Niedrigste Quote: Landkreis Rostock und Ludwigslust-Parchim mit 6,0 Prozent

  • Höchste Quote: Mecklenburgische Seenplatte und Vorpommern-Greifswald mit 9,1 Prozent

Arbeitslosigkeit in den beiden kreisfreien Städten

  • Schwerin: 10,2 Prozent

  • Rostock: 7,8 Prozent