Arbeitsmarkt
In Schleswig-Holstein ist die Zahl der Arbeitslosen im September gegenüber dem Vormonat August um 3.800 bzw. 3,9 Prozent auf 94.000 gesunken. Im Vergleich zum September 2025 stieg sie leicht um 100 bzw. 0,1 Prozent. Die Arbeitslosenquote liegt bei 5,7 Prozent nach 5,8 Prozent im Vorjahr.
„Die typische Herbstbelebung hat im September zu einem Abbau der Arbeitslosigkeit in Schleswig-Holstein geführt. Besonders junge Fachkräfte, die nach ihrer Ausbildung nicht übernommen wurden, konnten von der saisonal üblichen Einstellungspraxis profitieren und sind nach einer kurzen Phase der Übergangsarbeitslosigkeit wieder in Arbeit“, sagte Markus Biercher, Chef der Regionaldirektion Nord der Bundesagentur für Arbeit, heute
(30. September 2026) in Kiel.
Auch der Ausbildungsbeginn hat – wie jedes Jahr im September – zu einem Rückgang der Jugendarbeitslosigkeit beigetragen. Die Zahl der Arbeitslosen von 15 bis unter 25 Jahren sank gegenüber dem Vormonat um 1.300 bzw. 11,1 Prozent. „Insgesamt zeigt sich der Arbeitsmarkt in Schleswig-Holstein stabil. Der Fachkräftebedarf bleibt angesichts des demografischen Wandels eine Herausforderung. Umso wichtiger ist es für die Betriebe, ihre Fachkräfte zu halten und durch Weiterbildung weiterzuentwickeln.“
Personalnachfrage
Die Personalnachfrage bewegt sich weiterhin auf einem ähnlichen Niveau wie im Vorjahr. Aktuell haben die Arbeitsagenturen 22.200 sozialversicherungspflichtige Stellen im Bestand. Das sind 200 Stellen bzw. 0,8 Prozent mehr als im September 2025. Insbesondere im Gesundheits- und Sozialwesen, im Verarbeitenden Gewerbe und im Handel sowie bei den freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen werden weiterhin Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gesucht.
Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte
Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten – es liegen die Juli-Daten vor – ist im Vorjahresvergleich um 0,2 Prozent bzw. 2.600 auf 1.061.400 gestiegen.
Besonders im Gesundheits- und Sozialwesen (+5.100), in der Energie- und Wasserversorgung einschließlich der Entsorgungswirtschaft (+1.700), im Bereich Verkehr und Lagerei (+1.300) sowie in der Immobilienwirtschaft und bei den freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen (+1.200) sind zusätzliche Arbeitsplätze entstanden.
Beschäftigungsverluste gab es im Handel (-5.000), bei den unternehmensnahen Dienstleistungen (-1.300), zu denen unter anderem der Garten- und Landschaftsbau sowie das Sicherheitsgewerbe zählen, und im Verarbeitenden Gewerbe (-1.100).
Arbeitslosigkeit in Kreisen und Städten
Arbeitslosigkeit in den Kreisen:
• Niedrigste Quote: Plön mit 4,2 Prozent
• Höchste Quote: Dithmarschen mit 6,4 Prozent
Arbeitslosigkeit in den Städten:
• Niedrigste Quote: Kiel mit 8,0 Prozent
• Höchste Quote: Neumünster mit 8,4 Prozent