Arbeitsmarkt
Die Zahl der Arbeitslosen liegt im Vergleich zum September des Vorjahres mit 61.900 um 1.700 oder 2,7 Prozent unter dem Vorjahreswert. Die Arbeitslosenquote ist im Vergleich zum Vorjahr von 7,8 Prozent auf 7,6 Prozent gesunken. Im Vergleich zum Vormonat August ist die Zahl der Arbeitslosen um 2.300 oder 3,6 Prozent gesunken.
„Durch die jahreszeitlich typische Herbstbelebung ist die Arbeitslosigkeit im September gegenüber dem Vormonat August gesunken. Gleichzeitig liegt die Arbeitslosigkeit weiterhin unter dem Niveau des Vorjahres. Das zeigt, dass der Arbeitsmarkt in Mecklenburg-Vorpommern insgesamt robust bleibt“, betonte Markus Biercher, Chef der Regionaldirektion Nord der Bundesagentur für Arbeit, heute (30. September 2026). „Positiv ist, dass im Vormonatsvergleich alle Alters- und Personengruppen von dieser Entwicklung profitieren konnten und ihre jeweilige Arbeitslosenzahl gesunken ist – ob unter 25 oder über 55 Jahre alt, langzeitarbeitslos, mit gesundheitlichen Einschränkungen oder ausländischer Staatsangehörigkeit“, so Biercher weiter. „Besonders erfreulich ist die Entwicklung bei den unter 25-Jährigen. Der aus dem Zukunftsbündnis Mecklenburg-Vorpommern hervorgegangene Job-Turbo U25 zeigt hier Wirkung: Die Jugendarbeitslosigkeit ist im Vergleich zum Vormonat um 6,9 Prozent und im Vergleich zum Vorjahr um 3,9 Prozent zurückgegangen.“
Personalnachfrage
Insgesamt liegt die Personalnachfrage über dem Niveau des Vorjahres. Im September 2025 hatten die Arbeitsagenturen 15.000 sozialversicherungspflichtige Stellen im Bestand, aktuell sind es 15.200. Das entspricht einem Plus von 200 Stellen bzw. 1,4 Prozent. Speziell im Verarbeitenden Gewerbe, im Gesundheits- und Sozialwesen, im Handel und im Baugewerbe sowie im Bereich der freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen werden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gesucht.
„Der Arbeitsmarkt in Mecklenburg-Vorpommern zeigt sich auch im September robust. Die saisonale Herbstbelebung sorgt für Bewegung, gleichzeitig bleibt die wirtschaftliche Lage für viele Unternehmen herausfordernd. Umso wichtiger ist es, vorhandene Beschäftigungspotenziale zu nutzen und Menschen, die Arbeit suchen, möglichst schnell mit den passenden Unternehmen zusammenzubringen“, so Biercher.
Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte
Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten – es handelt sich um die Juli-Daten – ist im Vorjahresvergleich um 4.500 bzw. 0,8 Prozent auf 570.700 gesunken. Insbesondere im Gesundheits- und Sozialwesen (+1.400) sowie in der Immobilienwirtschaft und den freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen und in der Informations- und Kommunikationsbranche (jeweils +200) sind neue Arbeitsplätze entstanden.
Im Handel (-1.500), im Verarbeitenden Gewerbe (-1.300), in der Bauwirtschaft (-1.000) sowie bei den unternehmensnahen Dienstleistungen (-700), zu denen unter anderem der Garten- und Landschaftsbau sowie das Sicherheitsgewerbe zählen, und in der Arbeitnehmerüberlassung (-600) gingen hingegen sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze verloren.
Daten-Info: Arbeitslosenquoten in Kreisen und Städten
Arbeitslosigkeit in den Kreisen
- Niedrigste Quote: Landkreis Rostock und Ludwigslust-Parchim mit 5,8 Prozent
- Höchste Quote: Mecklenburgische Seenplatte mit 8,8 Prozent
Arbeitslosigkeit in den beiden kreisfreien Städten
- Schwerin: 9,8 Prozent
- Rostock: 7,5 Prozent