Schwerin – Markus Biercher, Chef der Regionaldirektion Nord der Bundesagentur für Arbeit, hat heute im Rahmen einer Pressekonferenz anlässlich des „Zukunftsbündnisses Mecklenburg-Vorpommern 2026“ die Entwicklung des Arbeitsmarktes im Jahr 2025 bilanziert und seine Erwartungen für 2026 vorgestellt.
Im Jahresdurchschnitt 2025 lag die Arbeitslosenquote in Mecklenburg-Vorpommern bei 8,0 Prozent und damit leicht über dem Vorjahreswert von 7,9 Prozent. „Angesichts der angespannten gesamtwirtschaftlichen Lage liegt ein herausforderndes Jahr hinter uns, das auch auf dem Arbeitsmarkt Spuren hinterlassen hat. Im bundesweiten Vergleich steht Mecklenburg-Vorpommern jedoch gut da“, erklärte Biercher.
So stieg die Zahl der Arbeitslosen im Vergleich zu 2024 lediglich um 700 Personen beziehungsweise 1,0 Prozent – der geringste Zuwachs aller Bundesländer. Im Dezember 2025 verzeichnete Mecklenburg-Vorpommern sogar als einziges Bundesland einen Rückgang der Arbeitslosigkeit um 0,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr und entwickelte sich damit entgegen dem Bundestrend. Ein wesentlicher Grund hierfür liegt in der Wirtschaftsstruktur des Landes: Der vergleichsweise geringe Industrieanteil sowie Zuwächse im Gesundheits- und Sozialwesen tragen zu einer höheren Stabilität gegenüber konjunkturellen Schwankungen bei.
Die Nachfrage nach Arbeitskräften entwickelte sich insgesamt positiv. Den Agenturen für Arbeit wurden im Jahr 2025 insgesamt 33.900 sozialversicherungspflichtige Stellen gemeldet – ein Plus von 900 Stellen beziehungsweise 2,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Zum Jahresende befanden sich 15.000 sozialversicherungspflichtige Stellen im Bestand. Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten blieb nahezu stabil bei 576.800 und verringerte sich lediglich um 500 Personen beziehungsweise 0,1 Prozent. Im Bundesländervergleich verzeichnete Mecklenburg-Vorpommern im September 2025 gegenüber dem Vorjahr (aktuellste verfügbare Werte) ein Beschäftigungsplus von 0,1 Prozent. Der Durchschnitt der ostdeutschen Bundesländer lag im gleichen Zeitraum bei minus 0,5 Prozent.