Der Arbeitsmarkt in Schleswig-Holstein: Januar 2026

-   Aktuell: 100.400 Arbeitslose in Schleswig-Holstein, die Arbeitslosenquote beträgt 6,2 Prozent

-   Im Vergleich zum Vorjahr bewegen sich sowohl die Zahl der Arbeitslosen als auch die Arbeitslosenquote auf demselben Niveau

-   Gegenüber dem Vormonat Dezember ist die Zahl der Arbeitslosen um 6.000 oder 6,3 Prozent gestiegen 

-   „Durch den Wintereinbruch konnte in den vergangenen Wochen vermehrt im Wohnungs-, Straßen- und Gartenbau nicht gearbeitet werden. Hinzu kommen saisonal typische Auftragsrückgänge, die im aktuellen Monat Januar für den jahreszeitlich üblichen Anstieg der Arbeitslosigkeit gegenüber dem Vormonat Dezember sorgen. Insgesamt zeigt sich der Arbeitsmarkt trotz der Rahmenbedingungen zum Jahresanfang stabil.“ (Markus Biercher)

-   Sozialversicherungspflichtige Beschäftigung nimmt weiter zu: +800 oder 0,1 Prozent

-   Daten-Info: Arbeitslosenquoten der Städte und Kreise

30.01.2026 | Presseinfo Nr. 6

Arbeitsmarkt

Die Zahl der Arbeitslosen liegt aktuell bei 100.400. Das sind 6.000 oder 6,3 Prozent mehr als im Vormonat Dezember. Im Vergleich zum Vorjahr bewegt sich die Zahl der Arbeitslosen auf demselben Niveau. Die Arbeitslosenquote liegt – wie im Januar des vergangenen Jahres – derzeit bei 6,2 Prozent.

„Durch den Wintereinbruch konnte in den vergangenen Wochen vermehrt im Wohnungs-, Straßen- und Gartenbau nicht gearbeitet werden. Hinzu kommen saisonal typische Auftragsrückgänge, die im aktuellen Monat Januar für den jahreszeitlich üblichen Anstieg der Arbeitslosigkeit gegenüber dem Vormonat Dezember sorgen. Insgesamt zeigt sich der Arbeitsmarkt trotz der Rahmenbedingungen zum Jahresanfang dennoch weiterhin stabil“, sagte Markus Biercher, Chef der Regionaldirektion Nord der Bundesagentur für Arbeit, heute (30. Januar 2026).

Personalnachfrage

Die Personalnachfrage liegt im Januar – mit einem Minus von 1.000 Stellen oder 4,8 Prozent – unter dem Niveau des Vorjahresmonats. Aktuell haben die Arbeitsagenturen 20.300 sozialversicherungspflichtige Stellen im Bestand.

„Speziell im Bereich der freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen, im Handel, im Gesundheits- und Sozialwesen sowie im Verarbeitenden Gewerbe werden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gesucht“, sagte Biercher.

Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte 

Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten – es handelt sich um November-Daten – ist im Vorjahresvergleich gestiegen. Im Vergleich zum November des Vorjahres nahm sie um 800 oder 0,1 Prozent auf 1.069.100 zu. Neue Arbeitsplätze entstanden insbesondere im Gesundheits- und Sozialwesen (+5.200), im Bereich Energie- und Wasserversorgung sowie in der öffentlichen Verwaltung/Sozialversicherungen (jeweils +800) und im Gastgewerbe (+400).

In den sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen (-2.400), zu denen unter anderem der Garten- und Landschaftsbau sowie Wach- und Sicherheitsdienste zählen, im Handel (-2.200) und im Verarbeitenden Gewerbe (-1.900) gingen hingegen sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze verloren.

Ausbildungsmarkt

Abschließend ging Biercher auf das Thema Ausbildung ein: „Ich weiß, dass die Studien- und Berufswahl für Schülerinnen und Schüler viele Fragen aufwirft: Welcher Beruf ist der passende? Soll ich studieren? Welche Alternativen gibt es? Es ist daher sinnvoll, sich frühzeitig mit dem Thema Berufsorientierung auseinanderzusetzen und sich über die große Zahl an interessanten und zukunftssicheren Ausbildungsberufen und Studienangeboten zu informieren. Ich kann nur an die Schülerinnen und Schüler des aktuellen und des kommenden Jahres appellieren: Beschäftigen Sie sich jetzt intensiv mit diesem Thema! Nutzen Sie nicht nur unsere Selbsterkundungstools im Internet, sondern auch unsere weiteren digitalen Informationsangebote. Absolvieren Sie in den Osterferien ein Betriebspraktikum, um Erfahrungen zu sammeln, und vereinbaren Sie darüber hinaus so früh wie möglich einen Termin für ein Beratungsgespräch bei der Berufsberatung Ihrer regionalen Arbeitsagentur.“

Arbeitslosenquoten in Kreisen und Städten 

Kreise

  • Niedrigste Quote: Plön mit 4,5 Prozent

  • Höchste Quote: Dithmarschen mit 7,2 Prozent

Kreisfreie Städte

  • Niedrigste Quote: Kiel mit 8,2 Prozent

  • Höchste Quote: Neumünster mit 8,9 Prozen