Der Arbeitsmarkt in Mecklenburg-Vorpommern: Januar 2026

-   Aktuell: 69.600 Arbeitslose in Mecklenburg-Vorpommern, die Arbeitslosenquote beträgt 8,5 Prozent

-   Gegenüber dem Vormonat Dezember ist die Zahl der Arbeitslosen um 4.300 oder 6,6 Prozent gestiegen

-   „Der jahreszeitlich typische Anstieg der Arbeitslosigkeit gegenüber dem Vormonat Dezember hat verschiedene Gründe - etwa auslaufende Arbeitsverträge zum Jahresende sowie witterungsbedingte Auftragsrückgänge im Straßen-, Garten- und Wohnungsbau aufgrund des Wintereinbruchs. Dennoch zeigt sich der Arbeitsmarkt in Mecklenburg-Vorpommern trotz der Rahmenbedingungen zum Jahresanfang weiterhin stabil.“ (Markus Biercher)

-   Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten sinkt leicht um 1.000 oder 0,2 Prozent

-   Daten-Info: Arbeitslosenquoten der Städte und Kreise

30.01.2026 | Presseinfo Nr. 7

Arbeitsmarkt

Die Zahl der Arbeitslosen liegt im Vergleich zum Januar des Vorjahres mit 69.600 um 700 oder 1,0 Prozent unter dem Vorjahreswert. Die Arbeitslosenquote beträgt aktuell 8,5 Prozent, im Januar 2025 lag sie bei 8,6 Prozent. Gegenüber dem Vormonat Dezember ist die Zahl der Arbeitslosen um 4.300 oder 6,6 Prozent gestiegen.

„Der jahreszeitlich typische Anstieg der Arbeitslosigkeit gegenüber dem Vormonat Dezember hat verschiedene Gründe – etwa auslaufende Arbeitsverträge zum Jahresende sowie witterungsbedingte Auftragsrückgänge im Straßen-, Garten- und Wohnungsbau infolge des Wintereinbruchs. Dennoch zeigt sich der Arbeitsmarkt in Mecklenburg-Vorpommern trotz der Rahmenbedingungen zum Jahresanfang weiterhin stabil“, betonte Markus Biercher, Chef der Regionaldirektion Nord der Bundesagentur für Arbeit, heute (30. Januar 2026).

Personalnachfrage

Die Personalnachfrage liegt insgesamt auf dem Niveau des Vorjahres. Aktuell befinden sich 14.400 sozialversicherungspflichtige Stellen im Bestand; im Januar 2025 waren es 40 oder 0,3 Prozent weniger.

Insbesondere im Verarbeitenden Gewerbe, im Gesundheits- und Sozialwesen sowie im Bereich der freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen werden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gesucht.

Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte 

Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten – es handelt sich um November-Daten – ist im Vorjahresvergleich um 1.000 oder 0,2 Prozent auf 577.600 gesunken. Arbeitsplatzverluste verzeichneten vor allem das Verarbeitende Gewerbe und das Baugewerbe (jeweils -1.100) sowie der Handel (-1.000).

Neue Arbeitsplätze entstanden insbesondere im Gesundheits- und Sozialwesen (+2.100), im Bereich Verkehr und Lagerei (+800) sowie in den Bereichen Finanzen und Versicherungen sowie Immobilien, freiberufliche, wissenschaftliche und technische Dienstleistungen (jeweils +400).

Ausbildungsmarkt

Abschließend ging Biercher auf das Thema Ausbildung ein: „Ich weiß, dass die Studien- und Berufswahl für Schülerinnen und Schüler viele Fragen aufwirft: Welcher Beruf ist der passende? Soll ich studieren? Welche Alternativen gibt es? Es ist daher sinnvoll, sich frühzeitig mit dem Thema Berufsorientierung auseinanderzusetzen und sich über die große Zahl an interessanten und zukunftssicheren Ausbildungsberufen und Studienangeboten zu informieren. Ich kann daher nur an die Schülerinnen und Schüler des aktuellen und des kommenden Jahres appellieren: Beschäftigen Sie sich jetzt intensiv mit diesem Thema! Nutzen Sie nicht nur unsere Selbsterkundungstools im Internet, sondern auch unsere weiteren digitalen Informationsangebote. Absolvieren Sie in den Ferien ein Betriebspraktikum, um Erfahrungen zu sammeln, und vereinbaren Sie darüber hinaus so früh wie möglich einen Termin für ein Beratungsgespräch bei der Berufsberatung Ihrer regionalen Arbeitsagentur.“

Daten-Info: Arbeitslosenquoten in Kreisen und Städten 

Arbeitslosigkeit in den Kreisen 

• Niedrigste Quote: Landkreis Rostock und Ludwigslust-Parchim mit 6,3 Prozent 

• Höchste Quote: Vorpommern-Rügen mit 10,5 Prozent 

Arbeitslosigkeit in den beiden kreisfreien Städten 

• Schwerin: 10,6 Prozent 

• Rostock: 8,0 Prozent