Im Anschluss an das Arbeitsmarktfrühstück ordnete RD Nord-Chef Biercher gemeinsam mit Bundesministerin Prien und Ministerpräsidentin Schwesig die aktuelle Arbeitsmarkt-lage sowie zentrale Zukunftsfragen für Mecklenburg-Vorpommern ein.
Arbeitsmarkt 2026: Perspektiven und Chancen
RD Nord-Chef Markus Biercher stellte die aktuelle Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt in Mecklenburg-Vorpommern dar und betonte dabei vor allem die Perspektiven für das laufende Jahr: „Wir kommen aus einer konjunkturellen Delle – das hat auch den Arbeitsmarkt in Mecklenburg-Vorpommern beeinflusst. Gleichzeitig gibt es Anlass zur Zuversicht: 2026 kann und wird aus meiner Sicht besser werden. Bund und Land haben die finanziellen Grundlagen geschaffen, damit investiert wird – in Infrastruktur, in Transformation und in zukunftsfähige Arbeitsplätze. Das stärkt Wachstum und Beschäftigung. Unabhängig von der Konjunktur bleibt die Sicherung der Fachkräfte unsere zentrale Aufgabe. Der demo-grafische Wandel macht hier keine Pause. Deshalb müssen wir die Ausbildung weiter stärken und den Übergang von der Schule in den Beruf verlässlich begleiten.
Ebenso wichtig ist Qualifizierung – im bestehenden Job wie auch aus der Arbeitslosigkeit heraus. Weiterbildung schafft Perspektiven und sichert Betrieben die dringend benötigten Kompetenzen. Und wir sollten Migration aktiv nutzen. Wer arbeiten will und kann, muss schnell integriert werden – das ist eine Chance für unser Land. Entscheidend ist das Miteinander: Politik, Wirtschaft und Arbeitsverwaltung ziehen in Mecklenburg-Vorpommern an einem Strang. Das stimmt mich optimistisch für das Jahr 2026.“
Bundes- und Landesperspektive
Bundesbildungsministerin Karin Prien kündigte den Start einer bundesweiten Qualifizierungsoffensive für die berufliche Bildung an: Bundesbildungsministerin Karin Prien: „Die moderne Arbeitswelt ist geprägt von Innovationen und neuen Technologien – das erfordert neue Qualifikationen und die Bereitschaft, sich ständig weiterzubilden. Wenn wir Bildung und Beruf von Anfang an konsequent zusammendenken, gelingt uns das. Mit der Qualifizierungsoffensive Berufliche Bildung stärken wir unter anderem die Berufsorientierung, damit junge Menschen so früh wie möglich ihren eigenen Weg sicher einschlagen können. Wir schaffen neue, attraktive Perspektiven für Aufstieg und Qualifizierung und ermöglichen Menschen ohne berufliche Ausbildung einen Anschluss an Fort- und Weiterbildung. Denn bessere Bildung ein Leben lang stärkt die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands. Eine gute Qualifikation ist der beste Schutz vor Krisen und Strukturwandel – und sie erfüllt das Auf-stiegsversprechen in unserem Land.“
Ministerpräsidentin Manuela Schwesig betonte in ihrer Rede die Bedeutung der Sozialpartnerschaft für Mecklenburg-Vorpommern und ganz Deutschland. „Für uns als Landesregierung ist es die wichtigste Aufgabe, die Wirtschaft zu stärken und Arbeitsplätze zu sichern und zu schaffen. Trotz der insgesamt schwierigen wirtschaftlichen Lage in Deutschland zeigen sich unsere Unternehmen und der Arbeitsmarkt robust. Die Arbeitslosigkeit ist im Laufe des letzten Jahres sogar ein Stück zurückgegangen. Wir setzen in Mecklenburg-Vorpommern auf eine enge Zusammenarbeit von Regierung, Wirtschaft, Gewerkschaften und Arbeitsverwaltung. Gemeinsam haben wir beispielsweise die neue Fachkräftestrategie des Landes erarbeitet. Sozialpartnerschaft ist ja zunächst einmal die Aushandlung der Löhne zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern. Das ist in Tarifverhandlungen gut aufgehoben. Darüber hinaus ist Sozialpartnerschaft eine Errungenschaft unserer Demokratie. Wir übernehmen gemeinsam Verantwortung, suchen gemeinsam nach Lösungen und sind bereit zu Kompromissen. Und das ist auch für die Zukunft der richtige Weg.“
Über das Arbeitsmarktfrühstück
Das Schweriner Arbeitsmarktfrühstück bietet Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Sozialpartnerschaft eine Plattform zum Austausch über aktuelle Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt. Im Mittelpunkt stehen wirtschaftliche Erholung, Investitionsimpulse, Fachkräftesicherung sowie die strategische Bedeutung von Bildung und Qualifizierung für nachhaltigen Wohlstand und gesellschaftlichen Zusammenhalt.
Pressekontakte:
Regionaldirektion Nord: Miriam Knodel, Tel. 0431-33952000, E-Mail:
nord.pressemarketing@arbeitsagentur.de
Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ): Tel. 030 18555-1061,
E-Mail: presse@bmbfsfj.bund.de
Die Ministerpräsidentin des Landes Mecklenburg-Vorpommern – Staatskanzlei: Andreas Timm,
Tel. 0385/588-10003, E-Mail: Andreas.Timm@stk.mv-regierung.de