Arbeitslosigkeit nimmt saisonal bedingt zu - Pfeiffer: Es bleibt schwierig, Stellen zu besetzen

Die Zahl der Arbeitslosen in Niedersachsen ist im Dezember um 1,7 Prozent auf 238.955 gestiegen. Die Arbeitslosenquote liegt aktuell bei 5,5 Prozent. 

03.01.2023 | Presseinfo Nr. 1

Grund ist die übliche saisonale Zunahme der Arbeitslosenzahlen in den Wintermonaten, die mit Ausnahme der unter 20-Jährigen alle Personengruppen betrifft. Im Vorjahrsvergleich zeigen sich deutlich die Auswirkungen der Ukraine-Krise mit der ab Juni 22 erfolgten Betreuung Geflüchteter in den Jobcentern durch den Anstieg bei Frauen, Jüngeren und Ausländern.

Nach wie vor ist der Arbeitsmarkt in Niedersachsen stabil, auch wenn sich die Betriebe zunehmend vorsichtiger bei Neueinstellungen zeigen und weniger freie Stellen als üblich melden. Trotzdem sind aktuell rund 77.000 offene Stellen bei den Arbeitsagenturen in Niedersachsen gemeldet.

Johannes Pfeiffer, Chef der Bundesagentur für Arbeit in Niedersachsen und Bremen, sieht hier eine der größten Herausforderungen für die Arbeitsagenturen: „Auch 2023 wird es schwierig sein, offene Stellen zu besetzen. Deutschland muss besser werden, Fachkräfte aus Drittstaaten zu gewinnen und zu halten, aber auch die inländischen Potentiale noch besser zu erschließen. Oft besteht ein Mismatch zwischen geforderten und vorhandenen Qualifikationen. Daher lohnt es sich für Arbeitslose immer, Qualifikationen oder fehlende Berufsabschlüsse nachzuholen. Hier unterstützen die Agenturen mit Beratungen und Förderungen. Die Chancen für qualifizierte Arbeitslose auf einen Job sind nach wie vor sehr gut.“

Die Unterbeschäftigung, die zusätzlich zu den Arbeitslosen auch Personen ausweist, die Arbeit suchen, aber beispielsweise an Qualifizierungen teilnehmen oder erkrankt sind und deshalb nicht als arbeitslos gezählt werden, lag im Dezember bei 319.272 Personen. Das waren 10,6 % mehr als im Vorjahr.

Zunehmend gelingt es auch, ukrainische Geflüchtete in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Seit Februar 22 ist in Niedersachsen die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten aus der Ukraine um ca. 6.100 Frauen und Männer gestiegen (Hochrechnung Oktober).

Arbeitsmarkreport

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