Land Bremen: Arbeitslosigkeit steigt leicht, aber Betriebe melden wieder mehr offene Stellen - Pfeiffer: "Weichen für Frühjahrsaufschwung jetzt stellen"

Im Februar ist die Zahl der Arbeitslosen im Land Bremen um 0,4% auf 38.363 gestiegen. Die Arbeitslosenquote blieb unverändert bei 10,5%.  Im Vergleich zum Vorjahr waren rund 900 Personen mehr arbeitslos gemeldet. Dies liegt vor allem an der Erfassung der Geflüchteten aus der Ukraine, die seit Mitte 2022 bei den Jobcentern betreut werden.

01.03.2023 | Presseinfo Nr. 8

Die Zahl der bei den Arbeitsagenturen in Bremen gemeldeten Arbeitsstellen ist im Vergleich zum Vormonat um mehr als 20 Prozent gestiegen. "Das könnte ein Hinweis sein, dass sich die Betriebe bereits auf einen Frühjahrsaufschwung vorbereiten" schätzt Johannes Pfeiffer, Chef der Bundesagentur für Arbeit in Niedersachsen und Bremen. "Lassen Sie uns jetzt gemeinsam die Weichen dafür stellen und alle Potenziale nutzen – auch die der Geflüchteten".

Im Land Bremen waren zum letzten Stichtag rund 2.100 Geflüchtete aus der Ukraine arbeitslos gemeldet. In den ersten zwölf Monaten seit dem Angriffskrieg auf die Ukraine lag der Schwerpunkt der Integrationsarbeit auf Unterbringung, Versorgung und Angeboten zum Erwerb der deutschen Sprache. Nun werden die Ukrainerinnen und Ukrainer nach und nach dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen. Im Vergleich zum Februar 2022 stieg die Zahl der in Bremen sozialversicherungspflichtig Beschäftigen aus der Ukraine um fast 700 Personen auf 1.200 (hochgerechnet zum letzten Stichtag im Dezember 2022).

Pfeiffer rät: "Wenn Sie eine Stelle zu besetzen haben: signalisieren Sie den Geflüchteten, dass sie willkommen sind – vielleicht schon in Ihrer Stellenanzeige. Betriebe, die auch Bewerberinnen und Bewerber ohne perfekte Deutschkenntnisse akzeptieren, in denen auch Englisch gesprochen wird, in denen für alleinerziehende Mütter flexible Arbeitszeiten und Teilzeit angeboten werden, sollten das in ihren Ausschreibungen deutlich machen. Wenn Sie unsicher sind, lassen Sie sich vom Arbeitgeber-Service Ihrer Agenturen für Arbeit und Jobcenter beraten."

Die Unterbeschäftigung stieg im Februar um 5,3% im Vergleich zum Vorjahr auf 52.303 Personen. Die Unterbeschäftigung weist zusätzlich zu den Arbeitslosen auch Personen aus, die Arbeit suchen, aber beispielsweise an Qualifizierungen teilnehmen oder erkrankt sind und deshalb nicht als arbeitslos gezählt werden. Auch hier zeigt sich die Aufnahme der ukrainischen Geflüchteten in Sprach- und Integrationskurse.

Arbeitsmarktreport