Die Arbeitslosigkeit ist in Bremen im März 2026 gesunken. 42.929 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 621 Personen weniger (-1,4 Prozent) als im Februar und 659 Personen bzw. 1,5 Prozent weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug 11,4 Prozent und lag mit 0,2 Prozentpunkten unter dem Vormonatsniveau. Vor einem Jahr lag sie bei 11,7 Prozent.
Der Arbeitsmarkt steht dennoch weiterhin unter Druck. Die Arbeitslosigkeit zeigt sich nach wie vor auf einem hohen Niveau. Zu den anhaltenden strukturellen Herausforderungen kommt die angespannte weltpolitische Situation – derzeit besonders der Nahostkonflikt. Gestiegene Ölpreise und teurere Energie generell belasten die wirtschaftliche Entwicklung. Die Folge ist ein erneuter Preisschub, der sich sowohl auf Betriebe als auch auf private Haushalte auswirkt. „Trotz der aktuellen Unsicherheiten erweist sich der Arbeitsmarkt aber fortwährend als stabil“, sagt BA-Landeschef Johannes Pfeiffer, „auch weil wir Beschäftige und Betriebe mit unseren Instrumenten und Möglichkeiten unterstützen.“ Hilfreich können zum Beispiel auch Arbeitsmarktdrehscheiben sein, mit denen sich Arbeitsuchende und Unternehmen effizient zusammenbringen lassen – mit Beratung, Qualifizierungsmaßnahmen und Vermittlung.
Im März wurden insgesamt 1.693 freie Stellen von Betrieben aus Bremen neu gemeldet. Das waren 181 Stellen mehr als im Vormonat (12 Prozent) und 74 mehr als vor einem Jahr (4,6 Prozent). Seit Jahresbeginn wurden den Arbeitsagenturen und Jobcentern in Bremen 4.182 neue Arbeitsstellen gemeldet. Das sind 0,3 Prozent mehr neue Stellen als vor einem Jahr.
Stand Januar 2026 waren laut Hochrechnung in Bremen 347.200 Menschen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Zum Vormonat sank die Anzahl um 1.800 Beschäftigte. Im Vergleich zum Vorjahresmonat waren es 300 Beschäftigte mehr. Die sogenannte Unterbeschäftigung sank im Vergleich zum Vorjahr um 2,3 Prozent auf 53.306 Personen. Die Unterbeschäftigung weist zusätzlich zu den Arbeitslosen auch Personen aus, die Arbeit suchen, aber beispielsweise an Qualifizierungen teilnehmen oder erkrankt sind und deshalb nicht als arbeitslos gezählt werden.
