Niedersachsen : Arbeitslosigkeit in Niedersachsen saisonbedingt leicht gesunken

Pfeiffer: „Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen bremsen den 

Arbeitsmarkt deutlich – es braucht jetzt dringend Wachstumsimpulse.“

30.04.2026 | Presseinfo Nr. 14

Die Arbeitslosigkeit ist in Niedersachsen im April 2026 wie saisonal üblich leicht gesunken. 277.148 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 1.425 Personen weniger (-0,5 Prozent) als im März, aber 5.041 Personen bzw. 1,9 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug 6,2 Prozent und war identisch zum Vormonatsniveau. Vor einem Jahr lag sie bei 6,1 Prozent. 

Der Arbeitsmarkt bleibt im April spürbar angespannt. Die schwache wirtschaftliche Entwicklung sorgt für anhaltende Unsicherheit in vielen Betrieben. Hinzu kommen erhöhte Energiepreise und gestörte Lieferketten infolge des Nahostkonflikts. Jüngst hatte die Bundesregierung ihre Erwartungen für die Entwicklung der deutschen Wirtschaft nach unten korrigiert und geht in der Frühjahrsprognose nur noch von 0,5 Prozent Wachstum in diesem Jahr aus. „Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen bremsen den Arbeitsmarkt deutlich“, sagt BA-Landeschef Johannes Pfeiffer. „Es braucht jetzt dringend Wachstumsimpulse.“ Außerdem sei es wichtig, gezielt am Arbeitsmarkt gegenzusteuern und Arbeitslosigkeit möglichst erst gar nicht entstehen zu lassen. Ein Ansatzpunkt können dabei Arbeitsmarktdrehscheiben sein, die von Arbeitslosigkeit bedrohte Personen und Unternehmen mit Personalbedarf passgenau zusammenbringen.

Stand Februar 2026 waren laut Hochrechnung in Niedersachsen 3.151.600 Menschen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Zum Vormonat stieg die Anzahl um 3.600 Beschäftigte. Im Vergleich zum Vorjahresmonat waren es 7.200 Beschäftigte mehr. Die sogenannte Unterbeschäftigung stieg im Vergleich zum Vorjahr um 0,2 Prozent auf 335.046 Personen. Die Unterbeschäftigung weist zusätzlich zu den Arbeitslosen auch Personen aus, die Arbeit suchen, aber beispielsweise an Qualifizierungen teilnehmen oder erkrankt sind und deshalb nicht als arbeitslos gezählt werden.