Die Arbeitslosigkeit ist im Land Bremen im April 2026 leicht gestiegen. 43.066 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 137 Personen mehr (0,3 Prozent) als im März, aber 269 Personen bzw. 0,6 Prozent weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug 11,5 Prozent und lag mit 0,1 Prozentpunkten über dem Vormonatsniveau. Vor einem Jahr lag sie bei 11,6 Prozent.
Der Arbeitsmarkt bleibt im April spürbar angespannt. Die schwache wirtschaftliche Entwicklung sorgt für anhaltende Unsicherheit in vielen Betrieben. Hinzu kommen erhöhte Energiepreise und gestörte Lieferketten infolge des Nahostkonflikts. Jüngst hatte die Bundesregierung ihre Erwartungen für die Entwicklung der deutschen Wirtschaft nach unten korrigiert und geht in der Frühjahrsprognose nur noch von 0,5 Prozent Wachstum in diesem Jahr aus. „Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen bremsen den Arbeitsmarkt deutlich“, sagt BA-Landeschef Johannes Pfeiffer. „Es braucht jetzt dringend Wachstumsimpulse.“ Außerdem sei es wichtig, gezielt am Arbeitsmarkt gegenzusteuern und Arbeitslosigkeit möglichst erst gar nicht entstehen zu lassen. Ein Ansatzpunkt können dabei Arbeitsmarktdrehscheiben sein, die von Arbeitslosigkeit bedrohte Personen und Unternehmen mit Personalbedarf passgenau zusammenbringen.
Stand Februar 2026 waren laut Hochrechnung im Land Bremen 347.100 Menschen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Zum Vormonat sank die Anzahl um 100 Beschäftigte. Im Vergleich zum Vorjahresmonat waren es 500 Beschäftigte weniger. Die sogenannte Unterbeschäftigung sank im Vergleich zum Vorjahr um 1,6 Prozent auf 53.317 Personen. Die Unterbeschäftigung weist zusätzlich zu den Arbeitslosen auch Personen aus, die Arbeit suchen, aber beispielsweise an Qualifizierungen teilnehmen oder erkrankt sind und deshalb nicht als arbeitslos gezählt werden.
