Die Arbeitslosigkeit ist in Niedersachsen im Mai 2026 wie saisonal üblich gesunken. 271.864 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 5.284 Personen weniger (-1,9 Prozent) als im April, aber 1.348 Personen bzw. 0,5 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug 6 Prozent und lag mit 0,2 Prozentpunkten unter dem Vormonatsniveau. Vor einem Jahr lag sie ebenfalls bei 6 Prozent.
Aktuell befindet sich der Arbeitsmarkt in einer uneinheitlichen Phase. Einerseits schwächen Transformationsprozesse in der Industrie, geopolitische Unsicherheiten und die damit verbundene schwierige wirtschaftliche Situation deutlich die Beschäftigungsentwicklung im Verarbeitenden Gewerbe. Hier ist eine Kehrtwende derzeit nicht absehbar. Andererseits wird vor allem im Dienstleistungsbereich weiterhin Beschäftigung aufgebaut und es werden qualifizierte Arbeitskräfte gesucht. „In dieser Situation können Arbeitsmarktdrehscheiben als Lösungsansatz dienen“, sagt Salvatore di Benedetto, Geschäftsführer in der BA-Regionaldirektion Niedersachsen-Bremen. „Über sie können frühzeitig Beschäftigte aus Unternehmen mit Stellenabbau in Betriebe mit Personalbedarf vermittelt werden.“ Das sei eine gute Möglichkeit, Arbeitslosigkeit zu verhindern.
Stand März 2026 waren laut Hochrechnung in Niedersachsen 3.159.900 Menschen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Zum Vormonat stieg die Anzahl um 7.600 Beschäftigte. Im Vergleich zum Vorjahresmonat waren es 9.000 Beschäftigte mehr. Die sogenannte Unterbeschäftigung blieb im Vergleich zum Vorjahr nahezu unverändert und umfasste 331.339 Personen. Die Unterbeschäftigung weist zusätzlich zu den Arbeitslosen auch Personen aus, die Arbeit suchen, aber beispielsweise an Qualifizierungen teilnehmen oder erkrankt sind und deshalb nicht als arbeitslos gezählt werden.
