Die Arbeitslosigkeit ist in Niedersachsen im Juni 2026 leicht gesunken. 270.449 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 1.415 Personen weniger (-0,5 Prozent) als im Mai, aber 1.205 Personen bzw. 0,4 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug 6 Prozent und war identisch zum Vormonatsniveau. Vor einem Jahr lag sie ebenfalls bei 6 Prozent.
Der Arbeitsmarkt befindet sich in einer Phase tiefgreifender Neuausrichtungen. KI-getriebene Entwicklungen, geopolitische Herausforderungen, demografischer Wandel sowie ein weiterhin bestehender Fachkräftebedarf bilden dafür den Rahmen. Das führt zu einem erhöhten Anpassungsdruck auf Unternehmen und Beschäftigte gleichermaßen. „Wer die Arbeitswelt aber nur durch die Brille der Krise betrachtet, verpasst die Potenziale, die neue Technologien bieten“, sagt BA-Landeschef Johannes Pfeiffer. Selbst in Branchen, die Personal abbauen, werden mitunter zugleich Fachkräfte gesucht. „Wo Menschen bereit sind, sich auf etwas Neues einzulassen, können neue Chancen entstehen. Anpassungsfähigkeit in der Arbeitswelt wird immer mehr zu einer Schlüsselkompetenz.“ Die Bundesagentur für Arbeit unterstützt Menschen mit Qualifizierungs- und Weiterbildungsmaßnahmen. Durch diese Angebote können sie sich neue Fähigkeiten aneignen und ihre Chancen auf einem sich dynamisch verändernden Arbeitsmarkt verbessern.
In Niedersachsen waren laut Hochrechnung 3.162.900 Menschen sozialversicherungspflichtig beschäftigt (Stand April 2026). Zum Vormonat stieg die Anzahl um 2.500 Beschäftigte. Im Vergleich zum Vorjahresmonat waren es 8.700 Beschäftigte mehr. Die sogenannte Unterbeschäftigung stieg im Vergleich zum Vorjahr um 0,5 Prozent auf 329.550 Personen. Die Unterbeschäftigung weist zusätzlich zu den Arbeitslosen auch Personen aus, die Arbeit suchen, aber beispielsweise an Qualifizierungen teilnehmen oder erkrankt sind und deshalb nicht als arbeitslos gezählt werden.
