Land Bremen : Leichter Rückgang der Arbeitslosigkeit im Land Bremen

Johannes Pfeiffer: „Anpassungsfähigkeit in der Arbeitswelt wird immer mehr zu einer Schlüsselkompetenz.“

30.06.2026 | Presseinfo Nr. 19

Die Arbeitslosigkeit ist im Land Bremen im Juni 2026 leicht gesunken. 42.090 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 364 Personen weniger (-0,9 Prozent) als im Mai und 1.136 Personen bzw. 2,6 Prozent weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug 11,1 Prozent und lag mit 0,1 Prozentpunkten unter dem Vormonatsniveau. Vor einem Jahr lag sie bei 11,5 Prozent. 

Der Arbeitsmarkt befindet sich in einer Phase tiefgreifender Neuausrichtungen. KI-getriebene Entwicklungen, geopolitische Herausforderungen, demografischer Wandel sowie ein weiterhin bestehender Fachkräftebedarf bilden dafür den Rahmen. Das führt zu einem erhöhten Anpassungsdruck auf Unternehmen und Beschäftigte gleichermaßen. „Wer die Arbeitswelt aber nur durch die Brille der Krise betrachtet, verpasst die Potenziale, die neue Technologien bieten“, sagt BA-Landeschef Johannes Pfeiffer. Selbst in Branchen, die Personal abbauen, werden mitunter zugleich Fachkräfte gesucht. „Wo Menschen bereit sind, sich auf etwas Neues einzulassen, können neue Chancen entstehen. Anpassungsfähigkeit in der Arbeitswelt wird immer mehr zu einer Schlüsselkompetenz.“ Die Bundesagentur für Arbeit unterstützt Menschen mit Qualifizierungs- und Weiterbildungsmaßnahmen. Durch diese Angebote können sie sich neue Fähigkeiten aneignen und ihre Chancen auf einem sich dynamisch verändernden Arbeitsmarkt verbessern.

Im Land Bremen waren laut Hochrechnung 347.500 Menschen sozialversicherungspflichtig beschäftigt (Stand April 2026). Zum Vormonat sank die Anzahl um 300 Beschäftigte. Im Vergleich zum Vorjahresmonat waren es 800 Beschäftigte weniger. Die sogenannte Unterbeschäftigung sank im Vergleich zum Vorjahr um 1,8 Prozent auf 52.607 Personen. Die Unterbeschäftigung weist zusätzlich zu den Arbeitslosen auch Personen aus, die Arbeit suchen, aber beispielsweise an Qualifizierungen teilnehmen oder erkrankt sind und deshalb nicht als arbeitslos gezählt werden.