Die Arbeitslosigkeit ist in Niedersachsen gestiegen – Ausbildungsstart: noch rund 16.600 freie Stellen

Di Benedetto: „Die Berufsberatung der Bundesagentur für Arbeit bietet die wertvolle Grundlage, um gut ins Berufsleben zu kommen.“

31.07.2026 | Presseinfo Nr. 20

Die Arbeitslosigkeit ist in Niedersachsen im Juli 2026 gestiegen. 282.143 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 11.694 Personen mehr (4,3 Prozent) als im Juni und 2.332 Personen bzw. 0,8 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug 6,2 Prozent und lag mit 0,2 Prozentpunkten über dem Vormonatsniveau. Vor einem Jahr lag sie ebenfalls bei 6,2 Prozent. Der Anstieg zum Vormonat geht im Wesentlichen darauf zurück, dass sich junge Menschen nach der Schule oder dem Ende der Ausbildung vorübergehend arbeitslos melden.

Am 1. August beginnt in vielen Betrieben das neue Ausbildungsjahr. In Niedersachsen haben die Betriebe der Bundesagentur für Arbeit bis Juli 44.393 Ausbildungsstellen gemeldet. Davon sind 16.670 noch unbesetzt, insbesondere im kaufmännischen Bereich, in der Logistik und in der Energietechnik. Dem stehen 15.077 junge Menschen gegenüber, die bei der BA noch als unversorgt gemeldet sind. Insgesamt haben sich 43.957 Personen gemeldet, die nach einer (dualen) Ausbildung suchen. „Eine Berufsausbildung ist die Lebensversicherung gegen Arbeitslosigkeit“, sagt Salvatore di Benedetto, Geschäftsführer in der BA-Regionaldirektion Niedersachsen-Bremen. „Sie vermittelt die notwendigen Fähigkeiten und Kenntnisse, um auf dem Arbeitsmarkt erfolgreich zu sein.“ Di Benedetto empfiehlt jungen Menschen, sich auch andere Berufsfelder anzuschauen, falls es mit dem Traumberuf nicht klappt. „Die Berufsberatung der Bundesagentur für Arbeit bietet die wertvolle Grundlage, um gut ins Berufsleben zu kommen. Mit einer Vielzahl von Angeboten und Unterstützungen sowie einer individuellen Beratung hilft sie bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz.“

In Niedersachsen waren laut Hochrechnung 3.161.600 Menschen sozialversicherungspflichtig beschäftigt (Stand Mai 2026). Zum Vormonat sank die Anzahl um 2.100 Beschäftigte. Im Vergleich zum Vorjahresmonat waren es 10.500 Beschäftigte mehr. Die sogenannte Unterbeschäftigung stieg im Vergleich zum Vorjahr um 0,8 Prozent auf 336.539 Personen. Die Unterbeschäftigung weist zusätzlich zu den Arbeitslosen auch Personen aus, die Arbeit suchen, aber beispielsweise an Qualifizierungen teilnehmen oder erkrankt sind und deshalb nicht als arbeitslos gezählt werden.