Arbeitslosigkeit ist im Land Bremen gestiegen – Ausbildungsstart: noch rund 1.400 freie Stellen

Di Benedetto: „Die Berufsberatung der Bundesagentur für Arbeit bietet die wertvolle Grundlage, um gut ins Berufsleben zu kommen.“

31.07.2026 | Presseinfo Nr. 21

Die Arbeitslosigkeit ist im Land Bremen im Juli 2026 gestiegen. 43.213 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 1.123 Personen mehr (2,7 Prozent) als im Juni, aber 1.180 Personen bzw. 2,7 Prozent weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug 11,4 Prozent und lag mit 0,3 Prozentpunkten über dem Vormonatsniveau. Vor einem Jahr lag sie bei 11,8 Prozent. Der Anstieg zum Vormonat geht im Wesentlichen darauf zurück, dass sich junge Menschen nach der Schule oder dem Ende der Ausbildung vorübergehend arbeitslos melden.

Am 1. August beginnt in vielen Betrieben das neue Ausbildungsjahr. Im Land Bremen haben die Betriebe der Bundesagentur für Arbeit bis Juli 3.972 Ausbildungsstellen gemeldet. Davon sind 1.426 noch unbesetzt, insbesondere im kaufmännischen Bereich, in der Verwaltung und in der Logistik. Dem stehen 1.726 junge Menschen gegenüber, die bei der BA noch als unversorgt gemeldet sind. Insgesamt haben sich 4.573 Personen gemeldet, die nach einer (dualen) Ausbildung suchen. „Eine Berufsausbildung ist die Lebensversicherung gegen Arbeitslosigkeit“, sagt Salvatore di Benedetto, Geschäftsführer in der BA-Regionaldirektion Niedersachsen-Bremen. „Sie vermittelt die notwendigen Fähigkeiten und Kenntnisse, um auf dem Arbeitsmarkt erfolgreich zu sein.“ Di Benedetto empfiehlt jungen Menschen, sich auch andere Berufsfelder anzuschauen, falls es mit dem Traumberuf nicht klappt. „Die Berufsberatung der Bundesagentur für Arbeit bietet die wertvolle Grundlage, um gut ins Berufsleben zu kommen. Mit einer Vielzahl von Angeboten und Unterstützungen sowie einer individuellen Beratung hilft sie bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz.“

Im Land Bremen waren laut Hochrechnung 347.000 Menschen sozialversicherungspflichtig beschäftigt (Stand Mai 2026). Zum Vormonat sank die Anzahl um 600 Beschäftigte. Im Vergleich zum Vorjahresmonat waren es 1.500 Beschäftigte weniger. Die sogenannte Unterbeschäftigung sank im Vergleich zum Vorjahr um 2,2 Prozent auf 52.880 Personen. Die Unterbeschäftigung weist zusätzlich zu den Arbeitslosen auch Personen aus, die Arbeit suchen, aber beispielsweise an Qualifizierungen teilnehmen oder erkrankt sind und deshalb nicht als arbeitslos gezählt werden.