Die Arbeitslosigkeit ist in Niedersachsen im September 2026 leicht gesunken. 274.702 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 7.719 Personen weniger (-2,7 Prozent) als im August, aber 5.910 Personen bzw. 2,2 Prozent mehr als vor einem Jahr. Der leichte Rückgang zum Vormonat geht zu einem großen Teil auf 15–25-Jährige zurück. Viele von ihnen hatten sich nach Beendigung der Schule oder Ausbildung vorübergehend arbeitslos gemeldet und haben jetzt eine Ausbildung oder Beschäftigung begonnen. Aber auch die Arbeitslosigkeit von Ausländern ist zuletzt zurückgegangen. Die Arbeitslosenquote betrug 6,1 Prozent und lag mit 0,2 Prozentpunkten unter dem Vormonatsniveau. Vor einem Jahr lag sie bei 6 Prozent.
Im September ist der Zugang gemeldeter freier Stellen in Niedersachsen im Vergleich zum Vormonat wieder deutlich (4,7 Prozent) gestiegen. Vor allem in Sicherheits-, Verkehrs- und Logistikberufen wurden zuletzt mehr Stellen gemeldet. Aber die Arbeitslosigkeit zeigt sich nach wie vor auf einem relativ hohen Niveau. Zu den anhaltenden strukturellen Herausforderungen kommt die angespannte weltpolitische Situation. Gestiegene Ölpreise und generell teurere Energie belasten die wirtschaftliche Entwicklung. Das wirkt sich sowohl auf Betriebe als auch auf private Haushalte aus. „Hoffnung macht, dass führende Forschungsinstitute zuletzt ihre Wachstumsprognosen angehoben haben“, sagt BA-Landeschef Johannes Pfeiffer, „der Ausblick für den Arbeits- und Ausbildungsmarkt scheint sich aufzuhellen“.
Stand Juli 2026 waren laut Hochrechnung in Niedersachsen 3.146.500 Menschen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Zum Vormonat sank die Anzahl um 11.900 Beschäftigte. Im Vergleich zum Vorjahresmonat waren es 8.600 Beschäftigte mehr. Die sogenannte Unterbeschäftigung stieg im Vergleich zum Vorjahr um 1 Prozent auf 330.201 Personen. Die Unterbeschäftigung weist zusätzlich zu den Arbeitslosen auch Personen aus, die Arbeit suchen, aber beispielsweise an Qualifizierungen teilnehmen oder erkrankt sind und deshalb nicht als arbeitslos gezählt werden.
