Die Arbeitslosigkeit ist im Land Bremen im September 2026 leicht gesunken. 42.328 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 1.005 Personen weniger (-2,3 Prozent) als im August und 1.144 Personen bzw. 2,6 Prozent weniger als vor einem Jahr. Der leichte Rückgang zum Vormonat geht zu einem großen Teil auf 15–25-Jährige zurück. Viele von ihnen hatten sich nach Beendigung der Schule oder Ausbildung vorübergehend arbeitslos gemeldet und haben jetzt eine Ausbildung oder Beschäftigung begonnen. Aber auch die Arbeitslosigkeit von Ausländern ist zuletzt zurückgegangen. Die Arbeitslosenquote betrug 11,2 Prozent und lag mit 0,3 Prozentpunkten unter dem Vormonatsniveau. Vor einem Jahr lag sie bei 11,6 Prozent.
Im September ist der Zugang gemeldeter freier Stellen im Land Bremen im Vergleich zum Vormonat deutlich (-7 Prozent) gesunken. Betrachtet man allerdings den Stellenzugang seit Jahresanfang, liegt dieser deutlich über dem Vorjahreszeitraum. Trotzdem zeigt sich die Arbeitslosigkeit auf einem relativ hohen Niveau. Zu den anhaltenden strukturellen Herausforderungen kommt die angespannte weltpolitische Situation. Gestiegene Ölpreise und generell teurere Energie belasten die wirtschaftliche Entwicklung. Das wirkt sich sowohl auf Betriebe als auch auf private Haushalte aus. „Hoffnung macht, dass führende Forschungsinstitute zuletzt ihre Wachstumsprognosen angehoben haben“, sagt BA-Landeschef Johannes Pfeiffer, „der Ausblick für den Arbeits- und Ausbildungsmarkt scheint sich aufzuhellen“.
Stand Juli 2026 waren laut Hochrechnung in Bremen 346.600 Menschen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Zum Vormonat sank die Anzahl um 300 Beschäftigte. Im Vergleich zum Vorjahresmonat waren es ebenfalls 300 Beschäftigte weniger. Die sogenannte Unterbeschäftigung sank im Vergleich zum Vorjahr um 1,8 Prozent auf 52.360 Personen. Die Unterbeschäftigung weist zusätzlich zu den Arbeitslosen auch Personen aus, die Arbeit suchen, aber beispielsweise an Qualifizierungen teilnehmen oder erkrankt sind und deshalb nicht als arbeitslos gezählt werden.
