Im Februar waren im Land Bremen 43.550 Menschen arbeitslos gemeldet. Gegenüber dem Vormonat sind das 355 Arbeitslose weniger (-0,8 Prozent). Die Arbeitslosenquote sank um 0,1 Prozentpunkte auf 11,6 Prozent. Ein Rückgang der Arbeitslosigkeit ist im Februar jahreszeitlich üblich.
Der Arbeitsmarkt zeigt sich damit aktuell relativ stabil, auch zum Vorjahresmonat ist die Zahl der Arbeitslosen geringfügig gesunken (-121; -0,3 Prozent).
Die Nachfrage nach Arbeitskräften (Stellenmeldungen) nimmt wie üblich im Februar gegenüber dem Vormonat kräftig zu (um +535 oder 54,8 Prozent auf 1.512). Auch der Bestand erhöht sich auf 6.543 Stellen.
Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten (aktuellster hochgerechneter Wert im Dezember 2025) geht gegenüber dem Vormonat leicht zurück (-2.100; -0,6 Prozent), bleibt mit 349.200 aber weiterhin hoch und in etwa auf dem Niveau des Vorjahres. Die Beschäftigung im Dienstleistungssektor nimmt im Vergleich zum Vorjahr demnach weiterhin zu, während im Produzierenden Gewerbe allerdings Beschäftigungsverluste zu verzeichnen sind.
Die insgesamt schwache Konjunktur hat auch Auswirkungen auf den Ausbildungsmarkt. Zwar ist es noch zu früh um abschließende Aussagen zum Ausbildungsmarkt zu treffen, ein Trend lässt sich an den aktuellen statistischen Daten jedoch ablesen: Während die Zahl der Jugendlichen, die sich für eine duale Berufsausbildung interessieren in den letzten Jahren wieder gestiegen ist und aktuell mit 3.069 um 7 Prozent (+201) über dem Niveau des Vorjahres liegt, ist die Zahl der von den Betrieben gemeldeten Ausbildungsstellen (2.908) im Vergleich zum Vorjahresmonat erneut deutlich gesunken (-583; -16,7 Prozent). Johannes Pfeiffer, Chef der Bundesagentur für Arbeit für Niedersachsen und Bremen appelliert: „Junge Menschen, die nicht ausgebildet wurden, stehen später nicht als gelernte Fachkräfte zur Verfügung. Jeder Arbeitgeber sollte daher alle Möglichkeiten nutzen, junge Menschen auszubilden, im eigenen Interesse, aber auch für den künftigen Wohlstand unserer Gesellschaft. Junge Menschen möchte ich ermutigen, eine Ausbildung dem schnellen Euro als Ungelernte in einem Job vorzuziehen. Eine solide Berufsausbildung ist eine Investition in die eigene Zukunft und der beste Schutz vor Arbeitslosigkeit.“ Pfeiffer verwies auf die Unterstützungsmöglichkeiten der Berufsberatung und darüber hinaus auf die vielfältigen Informations- und Beratungsangebote im Rahmen der Woche der Ausbildung, die die Bundesagentur für Arbeit in diesem Jahr vom 16. bis 20. März bundesweit zum wiederholten Male durchführen wird.
Eine positive Entwicklung ist bei der sogenannten Unterbeschäftigung zu beobachten: Sie ging im Vergleich zum Vorjahr um 2,2 Prozent auf 53.587 Personen zurück. Die Unterbeschäftigung weist zusätzlich zu den Arbeitslosen auch Personen aus, die Arbeit suchen, aber beispielsweise an Qualifizierungen teilnehmen oder erkrankt sind und deshalb nicht als arbeitslos gezählt werden. Dazu gehören auch Personen, die an Sprach- und Integrationskursen teilnehmen.
