Heidrun Schulz, Chefin der Regionaldirektion Rheinland-Pfalz-Saarland verabschiedet sich in den Ruhestand

Die gebürtige Baden-Württembergerin verabschiedet sich heute in den Ruhestand. 

 

25.03.2026 | Presseinfo Nr. 11

Heidrun Schulz studierte Betriebswirtschaft an der Universität Tübingen. Nach zweijähriger Tätigkeit bei der Robert Bosch GmbH in Reutlingen begann sie im Jahr 1992 als Nachwuchskraft für den höheren Dienst im damaligen Landesarbeitsamt Baden-Württemberg. Dort war sie zunächst im Arbeitsamt Ludwigsburg Leiterin der Abteilung Arbeitsvermittlung/Arbeitsberatung. Später führte sie im Landesarbeitsamt Baden-Württemberg die Aus- und Fortbildung und hatte die Verantwortung für das Ressort Information, Controlling und Finanzen. 2003 wechselte sie als Geschäftsführerin Personal und Finanzen in die Regionaldirektion Sachsen bis sie 2006 die Leitung der Agentur für Arbeit Göppingen übernahm. In der Regionaldirektion Niedersachsen–Bremen war sie im Jahr 2009 für den Bereich der Grundsicherung zuständig.

Anfang 2010 kam Heidrun Schulz nach Saarbrücken und übernahm die Leitung der Regionaldirektion Rheinland-Pfalz-Saarland. Seitdem war sie für die Arbeitsmarktpolitik der Bundesagentur für Arbeit in den beiden Bundesländern Rheinland-Pfalz und Saarland verantwortlich und hat diese maßgeblich geprägt.

„Während meiner Zeit in Rheinland-Pfalz und dem Saarland durfte ich mit den unterschiedlichen Akteuren am Arbeitsmarkt zusammenarbeiten. Neben den Schwerpunktthemen war mir immer ein ganz besonderes Anliegen, Frauen den guten Zugang zum Arbeitsmarkt besser zu ebnen und den Übergang von der Schule in den Beruf erfolgreich zu gestalten. Ich danke allen Arbeitsmarktpartnern, Journalistinnen und Journalisten für die sehr gute Zusammenarbeit. Nicht zuletzt gilt mein besonderes Dankeschön meinen Kolleginnen und Kollegen in Rheinland-Pfalz und dem Saarland“, betont Heidrun Schulz.

Zu Beginn ihrer Amtszeit als Vorsitzende der Regionaldirektion Rheinland-Pfalz-Saarland fand sie im Jahr 2010 in Rheinland-Pfalz einen Arbeitsmarkt vor, der sich nach der Finanzkrise weiter stabilisierte. Mit einer Arbeitslosenquote von 5,7 Prozent und 1,23 Millionen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten war sowohl bei der Arbeitslosigkeit als auch bei der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung ein positiver Trend zu erkennen, der sich in den folgenden Jahren nahezu durchgängig weiter fortsetzte.

Auch nach dem Beginn der Flüchtlingskrise zeigte sich der Arbeitsmarkt in Rheinland-Pfalz sehr stabil und konnte die positive Entwicklung weiter fortsetzen. Die Arbeitslosigkeit erreichte mit einer Arbeitslosenquote von 4,3 Prozent im Jahr 2019 den vorläufigen Tiefststand. 

Mit dem Beginn der Corona-Pandemie im Jahr 2020 und dem Ukraine-Krieg 2022 waren auch wirtschaftliche Folgen verbunden, die sich auch auf den Arbeitsmarkt auswirkten. Während die Arbeitslosigkeit zuletzt kontinuierlich angestiegen ist und im Jahr 2025 mit einer Arbeitslosenquote von 5,5 Prozent den höchsten Stand in ihrer Amtszeit erreicht hat, war bei der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung ein nahezu stetiges Wachstum zu verzeichnen. Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Rheinland-Pfalz erreichte Mitte 2025 mit 1,49 Millionen Beschäftigten den vorläufigen Höchstwert. 

„Nun verlasse ich einen Arbeitsmarkt, der vor vielfältigen Herausforderungen steht. Neben der aktuell angespannten wirtschaftlichen Lage sind sowohl die Transformation am Arbeitsmarkt, die demographische Entwicklung, aber auch die Fachkräftesituation Faktoren, die die Dynamik am Arbeitsmarkt beschreiben“, resümiert Schulz.

Bis Ende Juni leitet Walter Hüther kommissarisch die Regionaldirektion Rheinland-Pfalz-Saarland. Zum 1. Juli 2026 wird Ulrike Mohrs die Leitung der Regionaldirektion übernehmen.