Im Jahr 2025, das sind die derzeit aktuellsten Daten, kamen 206 100 Menschen zur Arbeit nach Rheinland-Pfalz. Dies waren 1 300 oder 0,6 Prozent mehr Einpendler als zwölf Monate zuvor. Die meisten Einpendler kamen aus dem benachbarten Hessen: 63 000 Frauen und Männer pendelten nach Rheinland-Pfalz ein. 3 600 Menschen kamen aus Frankreich. Im Vergleich zum Vorjahr war dies bei den französischen Einpendlern ein leichter Rückgang von rund 100 Personen oder 3,3 Prozent. Unter den Grenzpendlern aus Frankreich waren 600 Deutsche.
Von den 206 100 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern, die nach Rheinland-Pfalz einpendelten, wiesen 58 500 Personen eine akademische Ausbildung und 100 600 Personen eine abgeschlossene Berufsausbildung nach. Ohne Berufsabschluss waren 27 000 Einpendler.
„Mit Blick auf die Branchen ist erkennbar, dass der größte Anteil der Einpendler mit 22,6 Prozent (46 600 Personen) im Verarbeitenden Gewerbe tätig war. Im Handel waren 11,2 Prozent (23 000 Menschen) beschäftigt. 9,6 Prozent arbeiteten jeweils im Bereich der freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen (19 800 Personen) sowie im Gesundheits- und Sozialwesen (19 700 Personen). Im Bereich der Arbeitnehmerüberlassung und der sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen wie zum Beispiel Hausmeisterservices, Wach- und Sicherheitsdienste oder Call-Center waren 9,4 Prozent (19 400 Personen) beschäftigt“, berichtet Walter Hüther, Geschäftsführer der Regionaldirektion Rheinland-Pfalz-Saarland der Bundesagentur für Arbeit.
Die Zahl der Auspendler aus Rheinland-Pfalz, also die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten, die in Rheinland-Pfalz lebten, aber in anderen Bundesländern arbeiteten, ist leicht gestiegen. Im Jahr 2025 pendelten rund 355 700 Menschen aus Rheinland-Pfalz in andere Bundesländer aus. Dies waren 1 100 Personen oder 0,3 Prozent mehr als zwölf Monate zuvor.
Bei der Gegenüberstellung der Einpendler- und Auspendlerzahlen ist zu berücksichtigen, dass die Statistik der Bundesagentur für Arbeit keine Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ausweisen kann, die im Ausland arbeiten, da keine Meldungen der Betriebe im Ausland zur deutschen Sozialversicherung erfolgen. Demnach ist die Zahl der Auspendler um jene, die in Rheinland-Pfalz wohnen, aber im Ausland arbeiten, unterzeichnet.
Von den 355 700 Auspendlern hatten 97 900 Personen eine akademische Ausbildung und 185 900 Personen eine abgeschlossene Berufsausbildung. Ohne Berufsabschluss waren 42 100 Beschäftigte.
113 500 der Rheinland-Pfälzerinnen und Rheinland-Pfälzer fuhren ins benachbarte Hessen, 102 600 nach Baden-Württemberg, 77 200 nach Nordrhein-Westfalen und 27 400 ins Saarland, um ihren Arbeitsplatz zu erreichen.
1 280 500 Personen aller in Rheinland-Pfalz sozialversicherungspflichtig Beschäftigten arbeiteten und wohnten 2025 gleichzeitig in Rheinland-Pfalz. Dies entspricht einem Anteil von 78,3 Prozent.
17,6 Prozent (62 700 Personen) der Auspendler arbeiteten im Verarbeitenden Gewerbe und 12,2 Prozent (43 400 Personen) im Handel. In den freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen waren 11,0 Prozent (39 100 Personen) tätig, gefolgt von den sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen wie zum Beispiel Zeitarbeit, Hausmeisterservices, Wach- und Sicherheitsdienste oder Call-Center mit 9,7 Prozent (34 500 Personen). Im Gesundheits- und Sozialwesen waren 9,3 Prozent (33 100 Personen) der Auspendler beschäftigt.
Der Pendlerbericht 2026 befindet sich auf der Internetseite der Regionaldirektion-Rheinland-Pfalz-Saarland.