Der saarländische Arbeitsmarkt im März 2026

Leichter Rückgang der Arbeitslosigkeit

Kräftenachfrage der Unternehmen lag unter dem Vorjahreswert

Weniger sozialversicherungspflichtig Beschäftigte als im Vorjahr

31.03.2026 | Presseinfo Nr. 15

In den letzten vier Wochen ist die Arbeitslosigkeit im Saarland leicht zurückgegangen. Im Vergleich zum Vorjahr wurden weniger Arbeitsstellen gemeldet. Die Anzahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten lag unter dem Vorjahresniveau.

Nach Angaben der Regionaldirektion Rheinland-Pfalz-Saarland waren im März 39 300 Frauen und Männer arbeitslos, 200 oder 0,5 Prozent weniger als im Februar. Im Vorjahresvergleich war ein Rückgang um 400 Arbeitslose (minus 1,0 Prozent) zu verzeichnen.

Die Arbeitslosenquote – berechnet auf der Basis aller zivilen Erwerbspersonen – lag unverändert bei 7,4 Prozent. Vor einem Jahr betrug sie 7,5 Prozent.

„Die Arbeitslosigkeit ist zwar im Vergleich zum letzten Monat gesunken, liegt aber auf hohem Niveau. Die Anspannung am Arbeitsmarkt bleibt spürbar – weniger gemeldete Stellen und ein Rückgang der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung sind deutliche Zeichen der wachsenden Unsicherheiten bei Unternehmen“, so Walter Hüther, Geschäftsführer der Regionaldirektion Rheinland-Pfalz-Saarland.

Die Unterbeschäftigung, die auch Personen erfasst, die an entlastenden arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen teilnahmen oder aus anderen Gründen nicht mehr als Arbeitslose gezählt wurden, lag im März bei 49 200 Personen. Das waren 2 100 oder 4,1 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. 

Bewegungen am Arbeitsmarkt

Jeden Monat gibt es auf dem Arbeitsmarkt viel Bewegung: Menschen melden sich arbeitslos, andere beenden die Arbeitslosigkeit beispielsweise durch Aufnahme einer Beschäftigung.

Seit Jahresbeginn haben sich 7 600 Frauen und Männer nach einer Erwerbstätigkeit arbeitslos gemeldet. Im Vergleich zum Vorjahr waren dies 200 Personen oder 2,7 Prozent weniger.

5 600 Personen konnten seit Jahresbeginn die Arbeitslosigkeit durch Aufnahme einer Erwerbstätigkeit wieder beenden, 300 oder 5,2 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum.

Seit Jahresbeginn meldeten Unternehmen 4 600 neue Arbeitsstellen, 1 100 Stellen weniger als im Vorjahr. Insgesamt waren im März 7 500 offene Arbeitsstellen registriert, 1 000 Stellen oder 12,1 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Die meisten Stellen waren in der Zeitarbeit (1 250), im Gesundheits- und Sozialwesen (1 140), im Verarbeitenden Gewerbe (1 060), im Bereich der freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen (930) sowie im Handel (860) gemeldet.

Sozialversicherungspflichtige Beschäftigung

Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung lag im Saarland im Januar 2026 – das ist der derzeit aktuellste Datenstand – mit 385 000 Beschäftigten 1,0 Prozent unter dem Vorjahreswert. Bezogen auf Deutschland lag die Beschäftigung 0,2 Prozent unter dem Vorjahreswert. Für einen Anstieg der Beschäftigung sorgten im Saarland vor allem das Gesundheitswesen (plus 500 auf 36 700), das Sozialwesen (plus 1 000 auf 33 100), die öffentliche Verwaltung (plus 1 500 auf 28 700), die freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen (plus 500 auf 27 500) sowie das Baugewerbe (plus 300 auf 20 600).

Ein Rückgang war insbesondere im Verarbeitenden Gewerbe (minus 6 400 auf 77 800), im Handel (minus 800 auf 51 700) sowie bei der Zeitarbeit (minus 700 auf 5 900) erkennbar.

Konjunkturelle Kurzarbeit

Im März reichten 25 Unternehmen Anzeigen über konjunkturelle Kurzarbeit ein. Die Anzeigen bezogen sich auf 240 Beschäftigte. Im Februar waren es fast 20 Anzeigen für 220 Beschäftigte.

Die Anzeigen für Kurzarbeit bedeuten noch nicht deren Realisierung. Zunächst geht es um eine grundsätzliche Genehmigung für die nächsten Monate. Erst nach drei Monaten kann festgestellt werden, in welchem Umfang tatsächlich kurzgearbeitet wurde. Nach den aktuellsten Hochrechnungen haben im Dezember 2025 60 Betriebe für 1 700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter konjunkturelle Kurzarbeit umgesetzt.