Im Januar ist die Arbeitslosigkeit im Saarland gestiegen. Unternehmen meldeten weniger offene Arbeitsstellen und weniger Menschen waren in sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung.
Nach Angaben der Regionaldirektion Rheinland-Pfalz-Saarland waren im Januar 39 800 Frauen und Männer arbeitslos, 1 600 oder 4,3 Prozent mehr als einen Monat zuvor. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Zahl der arbeitslosen Menschen nicht verändert.
Die Arbeitslosenquote - berechnet auf der Basis aller zivilen Erwerbspersonen – lag bei 7,5 Prozent. Dies entspricht dem Wert von Januar 2025. Im Dezember vergangenen Jahres betrug sie 7,2 Prozent.
„Zum Jahresbeginn ist die Arbeitslosigkeit im Saarland gestiegen, allerdings weniger stark als im langjährigen Schnitt. Dies ist eine saisonübliche Entwicklung, da befristete Verträge auslaufen und witterungsbedingte Beschäftigungen wegfallen“, sagt Heidrun Schulz, Chefin der Regionaldirektion Rheinland-Pfalz-Saarland der Bundesagentur für Arbeit. „Insbesondere aus dem Handel, dem Verarbeitenden Gewerbe, dem Baugewerbe und der Zeitarbeit meldeten sich Menschen arbeitslos.“
Die Unterbeschäftigung, die auch Personen erfasst, die an entlastenden arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen teilnahmen oder aus anderen Gründen nicht mehr als Arbeitslose gezählt wurden, lag im Januar bei 49 100 Personen. Das waren 2 500 oder 4,9 Prozent weniger als ein Jahr zuvor.
Bewegungen am Arbeitsmarkt
Jeden Monat gibt es auf dem Arbeitsmarkt viel Bewegung: Menschen melden sich arbeitslos, andere beenden die Arbeitslosigkeit beispielsweise durch Aufnahme einer Beschäftigung.
Im Januar haben sich 3 000 Frauen und Männer nach einer Erwerbstätigkeit arbeitslos gemeldet. Dies waren 100 oder 3,7 Prozent weniger als vor einem Jahr.
1 600 Personen konnten die Arbeitslosigkeit durch Aufnahme einer Erwerbstätigkeit wieder beenden, 150 oder 7,8 Prozent weniger als im Vorjahr.
In den letzten vier Wochen meldeten Betriebe 1 100 neue Arbeitsstellen, 600 oder 33,8 Prozent weniger als noch im Dezember. Insgesamt wurden 7 000 offene Arbeitsstellen gezählt. Die meisten Stellen waren in der Zeitarbeit (1 130), im Gesundheits- und Sozialwesen (1 070), im Bereich der freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen (980), im Verarbeitenden Gewerbe (910) sowie im Handel (840) gemeldet.
Sozialversicherungspflichtige Beschäftigung
Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung lag im Saarland im November 2025 – das ist der derzeit aktuellste Datenstand – mit 390 400 Beschäftigten 0,8 Prozent unter dem Vorjahreswert. Bezogen auf Deutschland lag die Beschäftigung auf dem Vorjahreswert.
Für einen Anstieg der Beschäftigung sorgten im Saarland vor allem die öffentliche Verwaltung (plus 700 auf 28 200), die freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen (plus 600 auf 27 600), die sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen (plus 400 auf 18 400) sowie der Bereich Erziehung und Unterricht (plus 600 auf 16 400).
Ein Rückgang war insbesondere im Verarbeitenden Gewerbe (minus 3 900 auf 81 600) und im Handel (minus 700 auf 52 300) erkennbar.
Kurzarbeit
Im Januar reichten rund 20 Unternehmen Anzeigen über konjunkturelle Kurzarbeit ein. Die Anzeigen bezogen sich auf 450 Beschäftigte.
Die Anzeigen für Kurzarbeit bedeuten noch nicht deren Realisierung. Zunächst geht es um eine grundsätzliche Genehmigung für die nächsten Monate. Erst nach drei Monaten kann festgestellt werden, in welchem Umfang tatsächlich kurzgearbeitet wurde. Nach den aktuellsten Hochrechnungen haben im Oktober vergangenen Jahres 80 Betriebe für 1 850 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Kurzarbeit umgesetzt.