Im Februar ist die Arbeitslosigkeit im Saarland leicht gesunken. Unternehmen meldeten mehr neue Arbeitsstellen. Die Anzahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten lag unter dem Vorjahreswert.
Nach Angaben der Regionaldirektion Rheinland-Pfalz-Saarland waren im Februar 39 500 Frauen und Männer arbeitslos, 300 oder 0,8 Prozent weniger als im Januar. Im Vorjahresvergleich war ein Rückgang um 200 Arbeitslose (minus 0,5 Prozent) zu verzeichnen.
Die Arbeitslosenquote – berechnet auf der Basis aller zivilen Erwerbspersonen – lag mit 7,4 Prozent 0,1 Prozentpunkte unter dem Wert vom Januar. Im Februar 2025 betrug sie 7,5 Prozent.
„Während die Zahl aller Arbeitslosen im Februar gesunken ist, war bei den jüngeren Frauen und Männern ein Anstieg der Zahl der Arbeitslosen zu verzeichnen. Vorrangig ist hierfür die Beendigung von Ausbildungen mit einer Dauer von 3,5 Jahren zu nennen. Ein Teil der Auszubildenen wurde nicht übernommen und meldete sich vorübergehend bei der Agentur für Arbeit arbeitslos. Die Arbeitslosigkeit wird zeitlich allerdings begrenzt sein. Denn gut ausgebildete Fachkräfte haben gute Chancen bei den Unternehmen eingestellt zu werden. Dies zeigt auch ein Blick auf die Arbeitsstellen – rund 55 Prozent der Stellen waren für ausgebildete Fachkräfte gemeldet“, so Heidrun Schulz, Chefin der Regionaldirektion Rheinland-Pfalz-Saarland.
Die Unterbeschäftigung, die auch Personen erfasst, die an entlastenden arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen teilnahmen oder aus anderen Gründen nicht mehr als Arbeitslose gezählt wurden, lag im Februar bei 49 400 Personen. Das waren 2 300 oder 4,5 Prozent weniger als ein Jahr zuvor.
Bewegungen am Arbeitsmarkt
Jeden Monat gibt es auf dem Arbeitsmarkt viel Bewegung: Menschen melden sich arbeitslos, andere beenden die Arbeitslosigkeit beispielsweise durch Aufnahme einer Beschäftigung.
Seit Jahresbeginn haben sich 5 300 Frauen und Männer nach einer Erwerbstätigkeit arbeitslos gemeldet. Im Vergleich zum Vorjahr waren dies 300 Personen oder 5,2 Prozent weniger.
3 500 Personen konnten seit Jahresbeginn die Arbeitslosigkeit durch Aufnahme einer Erwerbstätigkeit wieder beenden, 300 oder 7,6 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum.
In den letzten vier Wochen meldeten Unternehmen 1 600 neue Arbeitsstellen, 500 Stellen mehr als im Januar (plus 48,2 Prozent). Insgesamt waren im Februar 7 200 offene Arbeitsstellen registriert, 800 Stellen oder 9,9 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Die meisten Stellen waren in der Zeitarbeit (1 140), im Gesundheits- und Sozialwesen (1 110), im Bereich der freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen (990), im Verarbeitenden Gewerbe (920), sowie im Handel (870) gemeldet.
Sozialversicherungspflichtige Beschäftigung
Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung lag im Saarland im Dezember 2025 – das ist der derzeit aktuellste Datenstand – mit 386 200 Beschäftigten 1,1 Prozent unter dem Vorjahreswert. Bezogen auf Deutschland lag die Beschäftigung 0,1 Prozent unter dem Vorjahreswert. Für einen Anstieg der Beschäftigung sorgten im Saarland vor allem die öffentliche Verwaltung (plus 1 100 auf 28 500), die freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen (plus 500 auf 27 500), das Gesundheitswesen (plus 500 auf 36 800) sowie der Bereich Erziehung und Unterricht (plus 500 auf 16 300).
Ein Rückgang war insbesondere im Verarbeitenden Gewerbe (minus 5 900 auf 79 000) und im Handel (minus 800 auf 52 100) erkennbar.
Konjunkturelle Kurzarbeit
Im Februar reichten 10 Unternehmen Anzeigen über konjunkturelle Kurzarbeit ein. Die Anzeigen bezogen sich auf 200 Beschäftigte. Im Januar waren es 20 Anzeigen für 500 Beschäftigte.
Die Anzeigen für Kurzarbeit bedeuten noch nicht deren Realisierung. Zunächst geht es um eine grundsätzliche Genehmigung für die nächsten Monate. Erst nach drei Monaten kann festgestellt werden, in welchem Umfang tatsächlich kurzgearbeitet wurde. Nach den aktuellsten Hochrechnungen haben im November 80 Betriebe für 1 900 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter konjunkturelle Kurzarbeit umgesetzt.