Sachsen-Anhalt: Zahl der Berufspendler sinkt leicht

Weniger Ein- und Auspendler als im Vorjahr +++ Auspendler bleiben wichtiges Fachkräftepotenzial für Sachsen-Anhalt +++ Behrens: „Mit guten Jobs und guter Infrastruktur können wir mehr Menschen für Arbeit im eigenen Land gewinnen.“

16.03.2026 | Presseinfo Nr. 15

Die Zahl der Berufspendler in Sachsen-Anhalt ist leicht zurückgegangen. Sowohl weniger Menschen pendelten zur Arbeit in ein anderes Bundesland, als auch weniger Beschäftigte aus anderen Bundesländern kamen nach Sachsen-Anhalt.

Das zeigt eine Analyse der neuesten Pendlerdaten der BA-Regionaldirektion Sachsen-Anhalt-Thüringen zum Stichtag Juni 2025.

Zahl der Auspendler* sinkt

Im Juni 2025 gab es insgesamt 860.300 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte mit Wohnort in Sachsen-Anhalt. Davon arbeiteten 148.000 in einem anderen Bundesland. Das waren rund 600 weniger als ein Jahr zuvor.

Die meisten Auspendler aus Sachsen-Anhalt arbeiteten in

  • Sachsen (38.600),
  • Niedersachsen (37.400) und
  • Thüringen (14.800).

Damit pendelte etwa jeder fünfte Beschäftigte mit Wohnsitz in Sachsen-Anhalt zur Arbeit in ein anderes Bundesland.

Auspendler nach Qualifikation und Branchen

Von den Auspendlern arbeiteten

  • 83.300 als Fachkräfte,
  • 43.900 als Spezialisten oder Experten und
  • 21.700 in Helferberufen.

Das zeigt ein großes Fachkräftepotenzial für Sachsen-Anhalt. Besonders viele Auspendler arbeiteten in den Branchen:

  • Verarbeitendes Gewerbe (27.800)
  • Handel sowie Instandhaltung und Reparatur von Kfz (18.600)
  • Verkehr und Lagerei (14.700)
  • Baugewerbe (13.700)
Weniger Einpendler* als im Vorjahr

Auch die Zahl der Einpendler ist leicht gesunken. Im Juni 2025 arbeiteten rund 75.700 Menschen aus anderen Bundesländern in Sachsen-Anhalt. Ein Jahr zuvor waren es noch 76.200.

Die meisten Einpendler kamen aus:

  • Sachsen (25.800)
  • Niedersachsen (9.600)
  • Thüringen (9.600)
  • Brandenburg (7.400)

Zusätzlich pendelten rund 5.400 Beschäftigte aus dem Ausland nach Sachsen-Anhalt zur Arbeit.

Zitat:

„Das Pendeln gehört für viele Menschen zum Berufsalltag, weil die passende Stelle oft nicht direkt am Wohnort liegt. Dass sowohl Ein- als auch Auspendler leicht zurückgegangen sind, hängt auch mit der schwächeren Beschäftigungsentwicklung zusammen. Wenn insgesamt weniger Jobs entstehen, bewegen sich auch weniger Menschen zwischen den Bundesländern. Gleichzeitig wissen viele Auspendler oft nicht, welche attraktiven Jobs es bei Unternehmen in Sachsen-Anhalt gibt. Sie sind ein wichtiges Fachkräftepotenzial für unser Land. Wenn Infrastruktur, Arbeitsbedingungen und Bezahlung stimmen, werden Arbeitsplätze in der Heimat für viele Menschen wieder attraktiver“, erklärte Markus Behrens, Vorsitzender der Geschäftsführung der BA-Regionaldirektion Sachsen-Anhalt-Thüringen.

Tipp:*Pendler sind alle sozialversicherungspflichtig Beschäftigten, deren Arbeitsort nicht mit ihrem Wohnort übereinstimmt. Einpendler wohnen nicht an ihrem Arbeitsort, Auspendler arbeiten nicht an ihrem Wohnort. Maßgeblich ist der Hauptwohnsitz der Beschäftigten sowie der Betriebssitz des Arbeitgebers ab.