Neue Jugendberufsagentur für Castrop-Rauxel vereinfacht Zugang zu vereinten Angeboten

05.09.2025 | Presseinfo Nr. 59

Castrop-Rauxel. Als fünfte Stadt im Kreis Recklinghausen ist nun auch Castrop-Rauxel mit einer eigenen Jugendberufsagentur vertreten. In Kooperation bieten Agentur für Arbeit, Jobcenter und Jugendhilfe Beratungs- und Förderleistungen unter einem Dach an. Jugendliche und Eltern erhalten unkompliziert und behördenübergreifend Unterstützung rund um Schule, Beruf und Alltagsleben.

Was sich in Gladbeck, Recklinghausen, Herten und zuletzt Marl bereits etabliert hat, dient nun auch als Blaupause für Castrop-Rauxel: Arbeitsagentur, Jobcenter und Jugendhilfe treten ab sofort unter dem gemeinsamen Label „Jugendberufsagentur“ auf und bündeln für die junge Zielgruppe ihre Kompetenzen und Angebote an einer gemeinsamen Schnittstelle. Für Bürgermeister Rajko Kravanja ein gleichermaßen notwendiger wie logischer Schritt: „Gerade in Zeiten, in denen die allgemeine Verunsicherung unter jungen Menschen besonders groß zu sein scheint und insbesondere die Entscheidungskompetenz für die Zeit nach der Schule spürbar abgenommen hat, ist es wichtig, junge Menschen an vielen Punkten und mit vereinten Kräften zu erreichen, um mit ihnen ins Gespräch zu kommen.“ Und gerade dies sei in den bestehenden Strukturen oftmals schwierig gewesen, ergänzt Arbeitsagenturchef Frank Benölken: „Wir alle wissen, dass die deutsche Behördenlandschaft für Ratsuchende mitunter nur schwer zu durchblicken ist und in der Folge viele Menschen den Weg zu Ämtern vermeiden, obwohl sie Unterstützung benötigen. Dies darf jedoch bei Jugendlichen keinesfalls dazu führen, wichtige Fragen rund um Schule, Beruf oder Alltagssorgen nicht zu stellen und damit allein zu bleiben. Denn wer sich heute abgehängt fühlt, den gewinnen wir nur schwer - wenn überhaupt - zurück. Und das ist nicht nur für die Betroffenen tragisch, sondern langfristig auch für den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt.“

Daher ist es den Kooperationspartnern wichtig, ihre Dienstleistungen untereinander gut zu kennen, um Ratsuchenden schnell und niedrigschwellig weiterhelfen zu können. Nicole Heier, Leiterin des Jobcenters Kreis Recklinghausen, beschreibt das neue Vorgehen: „Wir nehmen ab sofort Jugendlichen und ihren Eltern die Suche nach dem richtigen Ansprechpartner für ihre Fragen ab. Egal, an wen von uns sie sich wenden – ihnen wird direkt geholfen und wir klären anschließend intern untereinander die Zuständigkeiten. So wird niemand mehr von A nach B geschickt und Lösungen können gemeinsam schnell, zielgerichtet und angenehm gefunden werden. Es ist uns sehr wichtig, den Jugendlichen zuzuhören, ihre Fragen und Sorgen ernst zu nehmen und sie für unsere Angebote zu motivieren.“

Daneben will die Jugendberufsagentur künftig verstärkt da auftreten, wo Jugendliche sich aufhalten und mit ansprechenden Angeboten Lust auf die eigene Zukunftsplanung machen.