Der Ausbildungsmarkt im April | Agentur für Arbeit Rheine

04.05.2026 | Presseinfo Nr. 26

Ausbildungsstart im Bezirk Rheine: Gute Chancen und Perspektiven

Die Suche nach einer geeigneten Ausbildungsstelle kommt in die heiße Phase. Noch sind zahlreiche Ausbildungsplätze unbesetzt. Gleichwohl sollten Bewerbende spätestens jetzt aktiv werden, um sich einen der begehrten Plätze zu sichern, sagt Reiner Zwilling, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Rheine.

2.067 Bewerberinnen und Bewerber – und damit 57 weniger als im Vorjahr – waren im Bezirk der Agentur für Arbeit Rheine im April für das aktuelle Berichtsjahr ab 1. Oktober 2025 registriert. Mit 1.012 jungen Menschen ist derzeit knapp die Hälfte von ihnen noch nicht versorgt und weiterhin auf der Suche nach einer passenden Ausbildungsstelle oder einer anderen Alternative. „Es ist wichtig, jetzt den Kontakt zu potenziellen Ausbildungsbetrieben oder -verwaltungen aktiv zu suchen, um zeitnah einen Wunsch-Ausbildungsplatz zu erhalten“, betont Zwilling.

Derzeit sind noch 1.455 der insgesamt 2.440 bei der Arbeitsagentur gemeldeten Berufsausbildungsstellen unbesetzt. Zwar kommen somit rein rechnerisch nur 70 Personen auf 100 Ausbildungsstellen, dennoch sei erfahrungsgemäß der Zulauf gerade bei beliebten Berufen besonders groß. „Gefragte Ausbildungsplätze sind oft schnell vergeben, hier muss man hinterher sein und eine überzeugende Bewerbung vorlegen“, erklärt Zwilling.

Wie eine moderne Bewerbung heute aussehen sollte, vermitteln die Expertinnen und Experten der Berufsberatung der Arbeitsagentur im individuellen Gespräch. „Dafür lohnt es, zeitnah einen Termin zu vereinbaren“, sagt der Agenturleiter. Auch wer noch unentschlossen sei, bekomme hier kompetente Unterstützung. „In vielen Fällen ergeben sich berufliche Chancen an Stellen, die man selbst noch gar nicht im Sinn hatte.“ So bietet die Berufsberatung Einblicke in ganz unterschiedliche berufliche Tätigkeiten und wertet gemeinsam mit Bewerbenden ihre persönlichen Interessen sowie ihre Stärken aus.

Die meisten Angebote für Nachwuchskräfte sind derzeit im verarbeitenden Gewerbe, dem Handel sowie im Bereich der Instandhaltung und Kfz-Reparatur zu finden. Auch wissenschaftliche und technische Dienstleistungen sowie das Baugewerbe und das Gesundheits- und Sozialwesen bieten vielfältige sowie zukunftssichere Möglichkeiten im Agenturbezirk Rheine.

Dem stehen Ausbildungswünsche von weiblichen Jugendlichen als Medizinische Fachangestellte, Kauffrau im Büromanagement oder Einzelhandel, Verkäuferin oder Industriekauffrau gegenüber. Männliche Bewerbende bevorzugen eine Lehre als Kfz-Mechatroniker, zum Fachinformatiker sowie als Automobil- beziehungsweise Industriekaufmann.

Zwilling empfiehlt jungen Menschen, sich im Bewerbungsprozess stets mehrere Möglichkeiten offenzuhalten und auch alternative Berufe in die nähere Wahl zu nehmen: „In der Regel gibt es verschiedene Tätigkeiten, die zu den eigenen Interessen und Fähigkeiten gut passen“, sagt er. Wer hier bereit sei, den Blick zu weiten, habe im Rennen um einen passenden Ausbildungsplatz die besseren Karten.

Hinweis

Die Zahl der gemeldeten Ausbildungsstellen ist aktuell unterzeichnet, es werden auf Bundesebene schätzungsweise rund sechs Prozent Ausbildungsstellen zu wenig ausgewiesen. Hintergrund sind veränderte Prozesse in Fachverfahren der Bundesagentur für Arbeit (BA). Diese müssen noch in die statistische Erhebung integriert werden. 

Die BA überprüft und vereinfacht derzeit Prozesse, um Angebote für Arbeitgebende und Unternehmen zu verbessern und bürokratischen Aufwand zu reduzieren. 

Seit April 2025 können Ausbildungsstellen auch ohne erfasste Ausbildungsberechtigung im Arbeitgeberservice aufgenommen werden, da diese von den Kammern geprüft wird. Die BA senkt damit bürokratische Hürden für Unternehmen. Diese Verfahrensänderung muss noch in die statistische Erhebung integriert werden, das wird im Sommer abgeschlossen.