Agentur für Arbeit Rheine | Der Ausbildungsmarkt im Juli

03.08.2026 | Presseinfo Nr. 42

Auch nach Ausbildungsstart noch viele Ausbildungsplätze frei

In diesen Tagen starten zahlreiche Ausbildungen. Viele Betriebe begrüßen die neuen Nachwuchskräfte und bilden sie in den kommenden Jahren zu wertvollen Fachkräften aus. Damit startet für viele Jugendliche das Berufsleben und die ersten Stufen für eine erfolgreiche Karriere können genommen werden. Allerdings gibt es noch einige junge Menschen, die bislang keinen Ausbildungsplatz gefunden haben. Für sie gibt es noch einige Möglichkeiten.

„Wer zum ersten August keinen Ausbildungsplatz gefunden hat, muss den Kopf nicht in den Sand stecken“, betont Axel Pieper, Geschäftsführer der Agentur für Arbeit Rheine. Der sprichwörtliche Zug sei für die Betroffenen noch nicht abgefahren. „Auch in den kommenden Wochen und Monaten kann man recht unkompliziert in eine Ausbildung starten“, betont er.

Im Juli betraf das immerhin noch 664 Jugendliche. Sie sind als Bewerberin oder Bewerber bei der Arbeitsagentur gemeldet, aber bislang noch ohne Ausbildungsplatz oder andere Alternative. „Es gibt neben den Jugendlichen, die noch auf der Suche sind, viele Betriebe, die weiterhin eine Nachwuchskraft suchen“, macht Pieper den jungen Menschen Mut. So sind aktuell noch 1.126 Ausbildungsstellen unbesetzt und damit deutlich mehr als Bewerbende nach wie vor auf der Suche sind.

„Leider passen Angebot und Nachfrage nicht immer genau zusammen“, ordnet der Ausbildungsmarktexperte ein. So können sich die Interessen der Jugendlichen und die Anforderungen der Arbeitgeber manchmal deutlich unterscheiden. Auch räumliche Distanzen sind immer wieder ein Thema. „Es ist daher jetzt umso wichtiger, dass sich Ausbildungsplatzsuchende informieren, welche Angebote es noch gibt, und diese für sich zu nutzen“, so Pieper. Er rät insbesondere dazu, nicht nur am Wunschberuf festzuhalten, sondern flexibel zu denken. Oft gäbe es ähnliche Berufe oder weitere Alternative, die ebenfalls spannend seien. Unterstützung können die Jugendlichen dabei von den Berufsberaterinnen und Berufsberatern der Arbeitsagentur erhalten. „Unser Ziel ist es, allen Jugendlichen eine Alternative anzubieten, damit möglichst viele schnell eine Ausbildung beginnen können“, sagt Pieper.

Insgesamt melden die Unternehmen im laufenden Berichtsjahr, das am 1. Oktober 2025 begann, bislang 2.870 Ausbildungsstellen, 80 mehr als im Vorjahreszeitraum. Demgegenüber kamen 2.469 Jugendliche auf die Arbeitsagentur zu, um Unterstützung bei der Ausbildungsplatzsuche zu erhalten. Damit waren es 14 Bewerberinnen und Bewerber weniger als im letzten Jahr zu diesem Zeitpunkt.