Agentur für Arbeit Rheine - Ausbildungsmarktbericht für den Monat August

28.08.2026 | Presseinfo Nr. 47

Noch rund 700 freie Ausbildungsplätze 

Im Verkauf, im Lager, Arztpraxen, Handwerksbetrieben oder der Industrie: In zahlreichen Unternehmen im Kreis Steinfurt werden noch Auszubildende gesucht. Axel Pieper, Geschäftsführer der Agentur für Arbeit Rheine, ist daher zuversichtlich, dass junge Menschen, die noch eine Ausbildung beginnen möchten, in den kommenden Wochen einen passenden Platz finden. „Vorausgesetzt, sie suchen jetzt intensiv den Kontakt zu Ausbildungsbetrieben und sind flexibel“.

Insgesamt 445 Jugendliche und junge Erwachsene, die bei der Arbeitsagentur als Bewerberin oder Bewerber gemeldet waren, suchten im August noch nach einem Ausbildungsplatz. Dass sie bislang nicht in die Ausbildung starten konnten, habe unterschiedliche Gründe, erklärt Pieper: „Manchmal gibt es die gewünschte Ausbildung nicht in der räumlichen Nähe, in anderen Fällen passen die Interessen und Voraussetzungen, die die jungen Leute mitbringen, nicht zum Angebot der Ausbildungsbetriebe“. 

Dennoch gebe es auch zum aktuellen Zeitpunkt durchaus Chancen für einen gelungenen Start ins Berufsleben, betont Pieper. Immerhin könnten Bewerberinnen und Bewerber weiterhin auf ein breites Angebot unterschiedlicher Ausbildungsberufe zurückgreifen. Insgesamt waren Ende August im Kreisgebiet noch 689 offene Ausbildungsplätze bei der Arbeitsagentur Rheine gemeldet. Besonders groß ist das Angebot noch im Verkauf. Auch für angehende medizinische Fachangestellte oder Fachkräfte für Lagerlogistik gibt es noch viele offene Ausbildungsstellen. „Darüber hinaus ist die Auswahl weiterhin vielfältig und attraktiv“, so Pieper.

Er rät Bewerberinnen und Bewerbern dazu, nicht nur am Traumberuf festzuhalten: „Die Vorstellung, dass man in jungen Jahren den einen Beruf erlernt, den man sein gesamtes Berufsleben lang ausübt, ist in der heutigen Arbeitswelt wenig realistisch. Berufe und Karrierewege verändern sich“, sagt er und macht jungen Menschen Mut: „Es gibt viele Wege zum Traumberuf. Zum einen gibt es Ausbildungsgänge, die sich inhaltlich ähneln. Zum anderen können nach dem Abschluss einer Ausbildung Weiterbildungen, Spezialisierungen oder ein Studium zum Ziel führen“. Bei der Orientierung und Suche nach Alternativen könnten junge Leute auf die Unterstützung der Berufsberatung bauen, betont Pieper.

Insgesamt melden die Unternehmen im laufenden Berichtsjahr, das am 1. Oktober 2025 begann, bislang 2.940 Ausbildungsstellen, 74 mehr als im Vorjahreszeitraum. Demgegenüber kamen 2.558 Jugendliche auf die Arbeitsagentur zu, um Unterstützung bei der Ausbildungsplatzsuche zu erhalten. Damit waren es 4 Bewerberinnen und Bewerber weniger als im letzten Jahr zu diesem Zeitpunkt.