Frühjahrsbelebung auf dem Arbeitsmarkt setzt sich fort

Jugendliche aufgepasst: Kommt am 19. Mai zur „Last-Minute Ausbildungsstellen-Börse“
in die Agentur für Arbeit in Rosenheim und sichert Euch einen Ausbildungsplatz mit Starttermin im Herbst. 

30.04.2026 | Presseinfo Nr. 26

Die vergangenen Wochen waren auf dem Arbeitsmarkt durch die andauernde leichte Frühjahrsbelebung geprägt. Weitere Betriebe aus den sogenannten witterungsabhängigen Berufsfeldern wie Gartenbau/Floristik (-30 arbeitslos gemeldete Menschen) und Baugewerbe (-86) und dem daran angrenzenden Bereich Führer:in von Lager- und Transportgeräten (-35) sowie den Tourismus-, Hotel- und Gaststättenberufen (-30) und dem daran angrenzenden Bereich Lebensmittelherstellung und -verarbeitung (-40) stellen aktuell nach der „Winterpause“ wieder ein. Insgesamt ist die Arbeitslosenzahl im April um 292 auf 10.304 Personen weiter zurückgegangen. Die Arbeitslosenquote hat sich um 0,1 Prozentpunkte auf 3,2 Prozent verringert. Sie lag damit auf Vorjahresniveau.

Die Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Rosenheim, Dr. Nicole Cujai, sagt hierzu: „Der Arbeitsmarkt zeigt sich aktuell unentschlossen: Einerseits ist der jahreszeitübliche Rückgang der Arbeitslosigkeit im April geringer ausgefallen als in den meisten Vorjahren. Zudem war die Zahl der arbeitslos gemeldeten Menschen höher als meistens in diesem Monat in den vergangenen zehn Jahre und die Zahl der gemeldeten Stellenangebote (3.791) war vergleichsweise gering. Betriebe agieren bei der Besetzung neuer Arbeitsstellen weiterhin zurückhaltend. Von Arbeitslosigkeit betroffene Menschen brauchen deshalb bei der Stellensuche vergleichsweise länger. Mit 2.403 waren im April mehr Menschen (+235) von Langzeitarbeitslosigkeit betroffen als vor einem Jahr“, erklärt Dr. Cujai und fügt hinzu: „Andererseits lag die Zahl der arbeitslos gemeldeten Personen (+177) im April den dritten Monat in Folge in etwa auf dem Niveau des Vorjahresmonats. In den Monaten zuvor hatten wir jeweils einen Anstieg der Arbeitslosigkeit im Vorjahresvergleich zu verzeichnen. Dabei sehen wir in den einzelnen Gebietskörperschaften in unserem Agenturbezirk ein unterschiedliches Bild: Während in den Landkreisen Bad Tölz-Wolfratshausen (-31) und Miesbach (-103) weniger Menschen arbeitslos gemeldet waren als vor einem Jahr, lag der Wert in der Stadt (+78) und im Landkreis Rosenheim (+233) darüber.  Und auch eine aktuell veröffentlichte regionalen Arbeitsmarktprognosen des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) (https://doku.iab.de/arbeitsmarktdaten/Regionale_Arbeitsmarktprognosen_2601.pdf) zeigt, dass die Lage auf dem Arbeitsmarkt in unserer Region weiterhin stabil ist:  Demnach sollen Arbeitslosigkeit und sozialversicherungspflichtige Beschäftigung im Agenturbezirk Rosenheim 2026 in etwa auf Vorjahresniveau liegen. Der Arbeitsmarkt bietet also auch Chancen.“

Abschließend wendet sich die Agenturleiterin an die Frauen und Männer, die nach einer Familienphase in den Beruf zurückkehren möchten, und sagt: „Die Beauftragten für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt (BCA) der oberbayerischen Arbeitsagenturen bieten in den kommenden Wochen die Online-Vortragsreihe „MAI Way“ an. Expertinnen und Experten informieren in verschiedenen virtuellen Veranstaltungen zu Themen rund um den beruflichen Wiedereinstieg und Perspektiven, aber auch über finanzielle Aspekte und weitere Themen. Nutzen Sie diese Angebote!“ Die Termine und weitere Informationen – auch zur Anmeldung – stehen unter https://www.arbeitsagentur.de/vor-ort/ingolstadt/mai-way. Die BCAs der Agentur für Arbeit Rosenheim, Melanie Rössler und Monika Grün, stehen für Fragen zu den Veranstaltungen und generell zum Thema Vereinbarkeit von Familie und Beruf unter der Rufnummer 08031/202-381 gerne zur Verfügung.“

Stand auf dem Ausbildungsmarkt – Start im September:

Der Geschäftsführung ist die Ausbildung junger Menschen wichtig: Eine abgeschlossene Berufsausbildung ist der beste Garant für eine erfolgreiche berufliche Laufbahn mit einem höheren Einkommen, einem sichereren Arbeitsplatz und besseren beruflichen Entwicklungsmöglichkeiten als im Helferbereich. Im April waren 941 junge Menschen registriert, die noch eine Ausbildungsstelle suchten, 857 hatten ihren beruflichen Weg bereits gefunden. Dr. Cujai wendet sich an die Jugendlichen, die im Sommer die Schule abschließen und noch nicht wissen, wie es danach für sie weitergeht, und sagt: „Schreibt unseren Berufsberaterinnen und Berufsberater am besten gleich eine Mail an Rosenheim.Berufsberatung@arbeitsagentur.de. Die Kolleginnen und Kollegen unterstützen dabei, die passende Ausbildung, weiterführende Schule oder die richtige Studienrichtung zu finden, und helfen bei der Suche nach Angeboten sowie bei Bewerbungen. Zudem möchte ich Euch einladen, am 19. Mai zwischen 13 und 17 Uhr ohne vorherige Anmeldung zur „Last-Minute Ausbildungsstellen-Börse“ in die Agentur für Arbeit in Rosenheim zu kommen. Die Berufsberaterinnen und Berufsberater halten zahlreiche Ausbildungs- und Studienangebote bereit und sprechen mit Euch über Eure Bewerbungsunterlagen, die Ihr gerne mitbringen könnt. Informationen zu der Veranstaltung stehen unter https://web.arbeitsagentur.de/portal/metasuche/suche/veranstaltungen/10000-2001667157-V.“

Abschließend spricht die Agenturleiterin Personalverantwortliche an, die noch händeringend nach einem Auszubildenden oder einer Azubine suchen, und sagt: „Geben Sie auch jungen Frauen und Männern eine Chance, die in der Schule nicht die besten Noten hatten oder deren Lebenslauf nicht auf den ersten Blick überzeugt. Häufig zeigen sich diese bei der praktischen Arbeit im Betrieb von einer ganz anderen Seite, wenn sie ihre Talente „live“ nutzen können. Wir unterstützen Sie hier mit unserem Programm „Assistierte Ausbildung“. Dieses beinhaltet sowohl fachliche Inhalte, z.B. Nachhilfeunterricht zum Berufsschulstoff als auch sozialpädagogische Betreuung, wenn es im zwischenmenschlichen Bereich Schwierigkeiten gibt. Das Programm können Sie übrigens auch während der Ausbildung jederzeit starten. Informationen hierzu stehen unter: https://www.arbeitsagentur.de/unternehmen/ausbilden/assistierte-ausbildung-betriebe.“ 

Tipps für junge Menschen zur beruflichen Orientierung / Ausbildungsplatzsuche: 

Am Donnerstag, den 7. Mai von 17 bis 20 Uhr und am Freitag, den 8. Mai von 8 bis 13 Uhr, findet in Bad Tölz im Eisstadion (Am Sportpark 2) die „meineAusbildung!“ statt (https://www.meineausbildung.ag/BadToelz). 

Der Eintritt ist frei und die Berufsberaterinnen und Berufsberater der Agentur für Arbeit sind mit einem Stand vertreten. 

Der Arbeitsmarkt in den einzelnen Regionen des Agenturbezirks Rosenheim: 

  • Für die Stadt Rosenheim errechnet sich eine Arbeitslosenquote von 5,4 Prozent (Vormonat: 5,4 Prozent; April 2025: 5,3 Prozent). Derzeit sind 2.050 Bürgerinnen und Bürger ohne Arbeit. Bei den Kundinnen und Kunden, die nach dem Sozialgesetzbuch (SGB) III durch die Agentur für Arbeit in Rosenheim betreut werden, verringerte sich die Zahl der arbeitslos gemeldeten Menschen um 24 auf 1.113. Für 937 arbeitslose SGB II-Kundinnen und -Kunden, 23 mehr als im März, ist das Jobcenter Rosenheim Stadt zuständig. Insgesamt betreut das Jobcenter 2.139 erwerbsfähige Leistungsberechtigte, die in 1.663 sogenannten Bedarfsgemeinschaften leben. 

  • Im Landkreis Rosenheim liegt die Arbeitslosenquote bei 3,2 Prozent (Vormonat: 3,3 Prozent; April 2025: 3,1 Prozent). Die Zahl der arbeitslos gemeldeten Menschen insgesamt beträgt 4.878. Hier sind 2.943 Männer und Frauen nach dem SGB III bei der Hauptagentur in Rosenheim arbeitslos gemeldet, 108 weniger als im Vormonat. Das Jobcenter Landkreis Rosenheim kümmert sich nach dem SGB II um 1.935 arbeitslose Kundinnen und Kunden, 53 weniger als im März. Insgesamt betreut das Jobcenter 3.848 erwerbsfähige Leistungsberechtigte, die in 2.925 sogenannten Bedarfsgemeinschaften leben. 

  • Der Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen weist im April eine Arbeitslosenquote von 2,4 Prozent auf (Vormonat: 2,3 Prozent; April 2025: 2,4 Prozent). Das entspricht 1.742 beschäftigungslosen Bürgerinnen und Bürgern. Davon sind 1.092 Männer und Frauen, 55 mehr als vor einem Monat, nach dem SGB III in den Agenturen für Arbeit Bad Tölz und Wolfratshausen gemeldet. 650 arbeitslose Kundinnen und Kunden, 44 weniger als im März, werden nach dem SGB II durch das Jobcenter Bad Tölz-Wolfratshausen betreut. Insgesamt betreut das Jobcenter 2.213 erwerbsfähige Leistungsberechtigte, die in 1.667 sogenannten Bedarfsgemeinschaften leben. 

  • Im Landkreis Miesbach sind derzeit 1.634 Bürgerinnen und Bürger arbeitslos gemeldet. Dies entspricht einer Arbeitslosenquote von 2,8 Prozent (Vormonat: 3,1 Prozent; April 2025: 3,0 Prozent). Davon sind 1.076 arbeitslose SGB III-Kundinnen und -Kunden bei der Agentur für Arbeit in Holzkirchen gemeldet, 115 weniger als im Vormonat. Für die Betreuung der Arbeitslosengeld II-Empfängerinnen und -Empfänger nach dem SGB II ist der Landkreis Miesbach als "zugelassener kommunaler Träger" (optierende Kommune) zuständig. Dort sind 558 Menschen arbeitslos gemeldet, 26 weniger als im März. Insgesamt betreut das Jobcenter 1.387 erwerbsfähige Leistungsberechtigte, die in 1.102 sogenannten Bedarfsgemeinschaften leben. 

Allgemeine Hinweise:

  • Ab Berichtsmonat Mai 2025 wurden die Bezugsgrößen zur Berechnung der Arbeitslosenquote aktualisiert.

  • Seit Berichtsmonat März 2011 ist die statistische Berichterstattung zu Arbeitslosigkeit und Arbeitsuche auf eine integrierte Datenbasis umgestellt. Die Daten aus VerBIS und XSozial werden in den Statistik-IT-Verfahren nun so zusammengeführt, dass ein zutreffender Verlauf der einzelnen Arbeitslosigkeitsperioden zugrunde gelegt wird – auch dann, wenn Arbeitslose in einen anderen Trägerbezirk wechseln. Insbesondere können durch das Verfahren Doppelerfassungen von Arbeitslosen vermieden werden.