Mut, der verbindet: „Blauer Esel“ zeigt, wie berufliche Inklusion gelingt

Best-Practice-Beispiel aus Rostock macht deutlich: Vielfalt stärkt Unternehmen nachhaltig

23.02.2026 | Presseinfo Nr. 7

Wie berufliche Inklusion gelingen kann und welchen Mehrwert sie für Unternehmen bietet, zeigt das Rostocker Restaurant „Blauer Esel“. Mit der Einstellung von zwei jungen Menschen mit Schwerbehinderung hat das Unternehmen nicht nur gesellschaftliche Verantwortung übernommen, sondern auch fachlich und menschlich gewonnen. 

„Ein wertschätzendes Miteinander ist für uns keine Floskel, sondern eine tragende Säule unserer täglichen Zusammenarbeit“, betont Geschäftsführer Miro Germanotta. Die Entscheidung, Menschen mit Schwerbehinderung einzustellen, sei aus Überzeugung und mit Blick auf gelebte Vielfalt getroffen worden.

Der Weg dorthin war jedoch zunächst mit Fragen verbunden. Fördermöglichkeiten, Antragsverfahren und rechtliche Rahmenbedingungen erscheinen vielen Unternehmen komplex. Auch beim „Blauen Esel“ bestand anfänglich Unsicherheit. „Ohne die fachkundige Unterstützung – insbesondere durch die Agentur für Arbeit sowie das Inklusionsamt und die Einheitliche Ansprechstelle für Arbeitgeber (EAA) – hätten wir diesen Schritt vielleicht nicht so konsequent gehen können“, so Germanotta. Dank kompetenter Beratung und verlässlicher Begleitung seien die notwendigen Anträge und Förderleistungen jedoch gut zu bewältigen gewesen. 

„Heute wissen wir: Jeder Schritt hat sich gelohnt,“ so Miro Germanotta. 

Das Unternehmen zieht eine durchweg positive Bilanz: Mit Hanna und Robin haben zwei engagierte Mitarbeitende ihren festen Platz im Team gefunden. Sie bereichern den Arbeitsalltag nicht nur fachlich, sondern vor allem menschlich. Ihre Offenheit, Ehrlichkeit und positive Ausstrahlung stärken das Miteinander im Betrieb. „Sie sind längst nicht mehr wegzudenken“, sagt Germanotta. „Sie gehören selbstverständlich dazu.“

Auch das Team sei an dieser Erfahrung gewachsen. Zu Beginn wurde bewusst Raum geschaffen, um individuelle Bedürfnisse wahrzunehmen und ein respektvolles Miteinander zu fördern. Diese Haltung prägt die Unternehmenskultur bis heute.

Die Agentur für Arbeit Rostock begleitet Betriebe auf dem Weg zu mehr Inklusion – von der ersten Beratung über die Bewerberauswahl bis hin zu Förderleistungen und begleitenden Hilfen. „Das Beispiel des ‚Blauen Esels‘ zeigt eindrucksvoll, dass sich Mut auszahlt“, erklärt Anke Diettrich, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Rostock. „Inklusion ist nicht nur gesellschaftlich wichtig, sondern auch ein echter Gewinn für Unternehmen – gerade in Zeiten hohen Fachkräftebedarfs.“

Was als mutiger Schritt begann, ist für das Rostocker Restaurant zu einer Erfolgsgeschichte geworden. Geschäftsführer Miro Germanotta ermutigt andere Unternehmen, ähnliche Wege zu gehen: „Wir wünschen uns, dass viele weitere Betriebe den Schritt wagen, sich beraten lassen und eigene positive Erfahrungen sammeln. Berufliche Inklusion ist möglich – und sie bereichert. Menschlich. Kulturell. Und unternehmerisch.“

Hintergrund:

Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber, die Menschen mit Behinderung beschäftigen oder dies planen, können vielfältige Unterstützungsangebote in Anspruch nehmen. Die Mitarbeitenden der Agentur für Arbeit Rostock beraten individuell zu Fördermöglichkeiten, finanziellen Leistungen und organisatorischen Fragen. Der Arbeitgeber-Service steht den Betrieben gerne für Beratungen zur Einstellung schwerbehinderter Menschen zur Verfügung. Er ist unter der kostenlosen Nummer 0800 4 555520 erreichbar.