Sägen, messen, installieren: Schülerinnen und Schüler lernen Berufe im Handwerk kennen

Unter dem Motto „Wir können alles, was kommt“ startete die fünfte „Zukunftstour Handwerk“ am 16. Oktober in Tuttlingen. Die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler bekamen Einblicke in verschiedene Handwerksberufe. Die Tour ist ein gemeinsames Projekt zur Berufsorientierung von der Agentur für Arbeit Rottweil - Villingen-Schwenningen, der Handwerkskammer Konstanz und der Beruflichen Bildungsstätte Tuttlingen BBT.
 

21.10.2025 | Presseinfo Nr. 46

Tuttlingen. Lust auf Handwerk? Aber sicher! Rund 50 Schülerinnen und Schüler aus sieben verschiedenen Schulen im Kreis Tuttlingen nahmen an der Zukunftstour Handwerk teil. In Kleingruppen von sieben Schülern lernten sie an diesem Tag jeweils drei Hand-werksbetriebe ganz unterschiedlicher Gewerke kennen und durften auch selbst aktiv werden. Durch dieses Angebot sollen die jungen Menschen einen vertieften Einblick in die Berufs- und Arbeitswelt erhalten und damit besser auf die Berufs- und Studienwahl vorbereitet werden.
Die Betriebe ließen sich verschiedene Aktionen einfallen, um die Jugendlichen für ihre Ausbildungsberufe zu begeistern. Die Jugendlichen waren hochmotiviert und ganz bei der Sache, als es darum ging, eigene Werkstücke anzufertigen: So konnten sie beispielsweise nach einer Betriebsführung bei Stengelin Medical einen Knochenheber selbst biegen, sie bastelten sich Handyhalterungen in der Schreinerei Strohm und fertigten im Elektrotechnikbetrieb PARTUT für ihre vor Ort geschossenen Erinnerungsfotos eine Foto-Halterung aus bunten Kabeln an. Die Arbeit eines Malers und Stuckateurs konnten die Schülerinnen und Schüler bei der Firma Hohner kennenlernen. Schicke Autos gab es im Autohaus Graf Hardenberg zu sehen, und die Teilnehmenden bekamen Informationen über die ganz unterschiedlichen Berufe, die man hier erlernen kann, vom Automobilkaufmann, bis hin zum KFZ-Mechatroniker. Was man mit Natursteinen für Kunstwerke gestalten kann, erläuterte Christian Teufel, von der Christian Teufel Sohn GmbH Natursteine, und beim Medizintechnik Unternehmen H+H Maslanka Chirurgische Instrumente GmbH lernten die Jungen und Mädchen unter anderem den Beruf des Chirurgiemechanikers kennen.
Die Vielfalt der Berufe im Handwerk stieß auch bei den Schülerinnen und Schülern der 9. Klasse des Tuttlinger Immanuel-Kant-Gymnasiums auf großes Interesse: Die Plätze bei der Zukunftstour waren so begehrt, dass sie ausgelost werden mussten. Thorsten Schaaf von der Schreinerei Strohm zeigte den Schülerinnen und Schüler, wie man eine Handy-Halterung aus Holz baut. Sein Werdegang zeigt, dass es für lebenslanges Lernen nie zu spät ist: Der 46 Jahre alte studierte Sportwissenschaftler hat sein Leben vor drei Jahren nochmals komplett umgekrempelt und sich für eine Ausbildung im Handwerk entschieden – er ist jetzt im dritten Lehrjahr als Schreiner und erzählt: "Man hat nie ausgelernt. In diesem Beruf kann ich viele neue Ideen umsetzen." Berufsberaterin Manuela Kahler bestätigte, dass viele Abiturienten mittlerweile einen Ausbildungsberuf wählen – entsprechend groß war die Motivation der jungen Menschen, an der "Zukunftstour Handwerk" teilzunehmen.

Die Aktion „Zukunftstour Handwerk“ fand mit freundlicher Unterstützung der Stadt Tuttlingen und der folgenden Betriebe statt: PAR TUT Elektrotechnik; Christan Teufel Sohn GmbH; Rainer Hohner Stukkateurbetrieb; Strohm Einrichtungen; Graf Hardenberg GmbH & Co. KG; Stengelin Medical und H+H Maslanka Chirurgische Instrumente GmbH.