Arbeitsmarkt im Oktober: Arbeitslosigkeit im Agenturbezirk gesunken

Die Arbeitslosigkeit ist in der Region Schwarzwald-Baar-Heuberg im Oktober gesunken. 13.182 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 554 Personen weniger (minus 4 Prozent) als im September, aber 928 Personen mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug 4,6 Prozent und lag mit 0,2 Prozentpunkten unter dem Vormonatsniveau. 

30.10.2025 | Presseinfo Nr. 49

Die saisonale Entlastung durch den üblichen Herbstaufschwung zeigte sich im Oktober: Zwar mussten sich im Oktober wieder 3.012 Menschen arbeitslos melden. Im gleichen Zeitraum konnten aber auch 3.570 Personen ihre Arbeitslosigkeit beenden. „Der Rückgang der Arbeitslosen in diesem Monat kann nicht als Trendwende gewertet werden“, differenziert Sylvia Scholz, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Rottweil - Villingen-Schwenningen: „Fakt ist, dass deutlich weniger neue Stellen gemeldet werden. Da viele Betriebe weiterhin den Fachkräftemangel beklagen, stehen die Chancen für Fachkräfte, einen neuen Arbeitsplatz zu finden gut, sofern man bezüglich der Branchen und des Arbeitsortes Flexibilität zeigt.“ Im Oktober sind 21 Prozent weniger neue Stellenangebote (minus 214) aus der Region eingegangen als im Vorjahr. Nur bei den Fachkräften hat die Nachfrage im Berichtsmonat angezogen (86 Stellen mehr). Sylvia Scholz ergänzt: „Wir erleben derzeit, dass durch strukturelle Veränderungen in der Industrie Arbeitsplätze wegfallen. Die sich verändernden Aufgaben und Anforderungen an die Qualifikation sind ebenfalls deutlich in den Ausgleichsprozessen auf dem Arbeitsmarkt sichtbar. Hier müssen Qualifizierungen während des Beschäftigungsverhältnisses bzw. der Arbeitslosigkeit forciert werden. Nach jahrelangem kontinuierlichem Anstieg der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten sind im Agenturbezirk inzwischen rund 2.000 Menschen weniger beschäftigt. Dies ist ein Warnsignal, denn das bedeutet eine Einbuße an Arbeitsplätzen, die aktuell nicht kompensiert werden kann.“ Im Agenturbezirk veränderte sich die Beschäftigung wie folgt: Insgesamt 216.748 sozialversicherungspflichtig Beschäftige, gegenüber dem Vorjahr eine Abnahme um 2.131. In für unsere Region maßgeblichen Berufsfeldern wie der Metall-, Elektro- und Stahlindustrie nahm die Zahl der Beschäftigten um vier Prozent ab (-3.442). Dagegen nahmen beispielsweise im Bereich Information und Kommunikation die Zahl der Beschäftigten um fünf Prozent zu (+167). In den Wirtschaftszweigen Erziehung und Unterricht, Gesundheitswesen sowie Heime und Sozialwesen wuchs die Zahl der Beschäftigten ebenfalls (+897).

Entwicklung in den Rechtskreisen
Im Rechtskreis SGB III (Agentur für Arbeit) lag die Arbeitslosigkeit bei 6.422 Personen (359 Personen weniger als im Vormonat). Im Rechtskreis SGB II (Jobcenter) waren 6.760 Arbeitslose registriert (195 Personen weniger als im Vormonat). Durch die Träger der Grundsicherung (Jobcenter) wurden 51 Prozent aller Arbeitslosen betreut.

Kurzarbeit
Im Juni 2025 befanden sich nach vorläufigen hochgerechneten Daten 7.364 Personen in Kurzarbeit. Das sind etwas weniger im Vergleich zum Vormonat (Mai 2025: 7.669 Personen). Die Kurzarbeiterquote betrug im Juni 3,4 Prozent. Besonders betroffen sind weiterhin der Maschinenbau und die Herstellung von Metallerzeugnissen. Neu angezeigt wurde Kurzarbeit im Oktober von 44 Betrieben für insgesamt 434 Beschäftigte (vorläufige Daten, 01.10. bis 26.10.2025).

Die Region im Überblick

Kreis Rottweil: Die Arbeitslosigkeit ist im Kreis Rottweil im Oktober gesunken. 2.702 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 211 Personen weniger als im September und 95 Personen weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug 3,3 Prozent.
Schwarzwald-Baar-Kreis: Die Arbeitslosigkeit ist Schwarzwald-Baar-Kreis im Oktober gesunken. 5.886 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 163 Personen weniger als im September, aber 241 Personen mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug 4,8 Prozent.
Kreis Tuttlingen: Die Arbeitslosigkeit ist im Kreis Tuttlingen im Oktober gesunken. 4.594 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 180 Personen weniger als im September, aber 782 Personen mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug 5,5 Prozent.