Im Juni 2025 ist die Zahl der Arbeitslosen im Vergleich zum Vormonat Mai um 191 Personen bzw. um 1,6 Prozent gesunken. Damit waren 11.784 Personen in der Landeshauptstadt Magdeburg arbeitslos gemeldet. Die Arbeitslosenquote betrug 9,1 Prozent.
„Die Arbeitslosigkeit bleibt aufgrund der wirtschaftlichen und geopolitischen Herausforderungen hoch. Im Juni setzt sich der negative Trend der letzten Monate aber zunächst nicht fort und die Arbeitslosigkeit geht im Vergleich zum Mai zurück“, erklärt Matthias Kaschte, Leiter der Agentur für Arbeit Sachsen-Anhalt Nord.
„Die Einstellungsbereitschaft der Unternehmen ist je nach Branche sehr unterschiedlich. Eine neue Arbeitsstelle zu finden ist daher kein Selbstläufer. Je besser die Qualifikation, desto besser sind aber die Chancen“, ergänzt er.
Arbeitslosigkeit im Vorjahresvergleich
Im Juni 2024 betrug die Arbeitslosenquote 8,6 Prozent und es waren 10.933 Personen arbeitslos gemeldet.
Unterbeschäftigung
Der Blick auf die Unterbeschäftigung zeichnet ein umfassendes Bild von der Verfassung des Arbeitsmarktes. Denn hier werden neben Arbeitslosen auch Teilnehmer in Maßnahmen, Weiterbildungen, Vorruhestandsregelungen und arbeitsunfähig erkrankte Arbeitslose erfasst.
Die Zahl der Menschen in Unterbeschäftigung (ohne Kurzarbeit) belief sich im Juni 2025 auf 14.486, das sind 174 Personen weniger als im Vormonat und 7 weniger als im Vorjahresmonat. Die Unterbeschäftigungsquote beträgt aktuell 11,0 Prozent.
Zahl neu gemeldeter Stellen leicht gesunken
Die Zahl neu gemeldeter Stellen ist leicht gesunken. Der Stellenbestand verbleibt im mehrjährigen Vergleich auf hohem Niveau.
Öffentliche und private Unternehmen meldeten im Juni beim gemeinsamen Arbeitgeber-Service der Arbeitsagentur und des Jobcenters 565 neue Stellen, 26 weniger als im Mai. Der Stellenbestand ist gegenüber Mai um 13 auf 3.301 gestiegen. Im Vorjahr waren im Juni 3.525 Arbeitsstellen gemeldet.
Die meisten vorhandenen Stellenangebote kommen aus den Berufssegmenten Verkehrs- und Logistikberufe (520 Stellen, z.B. Berufskraftfahrer), Fertigungstechnische Berufe (451 Stellen, z.B. Mechatroniker) und Medizinische und nicht-medizinische Gesundheitsberufe (386 Stellen, z.B. Altenpfleger).