Um 129 Personen bzw. um 4,2 Prozent ist die Zahl der Arbeitslosen im Juli 2025 im Vergleich zum letzten Monat gestiegen. Damit waren 3.176 Personen im Altmarkkreis Salzwedel arbeitslos gemeldet. Die Arbeitslosenquote betrug 7,6 Prozent.
„Der Anstieg der Arbeitslosigkeit im Juli folgt dem üblichen saisonalen Muster. Mit Ende von Ausbildungen und befristeten Verträgen steigt die Zahl der arbeitslos gemeldeten Menschen an“, erklärt Matthias Kaschte, Leiter der Agentur für Arbeit Sachsen-Anhalt Nord.
„Auch die derzeitige wirtschaftliche Lage wirkt sich dämpfend auf den Arbeitsmarkt aus. Sie führt besonders in konjunktursensiblen Unternehmen zu zurückhaltenden Neueinstellungen und verzögert Personalentscheidungen. Bessere Qualifikation erhöht aber weiterhin die Chance auf eine Neueinstellung“, ergänzt er.
Arbeitslosigkeit im Vorjahresvergleich
Im Juli 2024 betrug die Arbeitslosenquote 7,0 Prozent und es waren 2.965 Personen arbeitslos gemeldet.
Unterbeschäftigung
Der Blick auf die Unterbeschäftigung zeichnet ein umfassendes Bild von der Verfassung des Arbeitsmarktes. Denn hier werden neben Arbeitslosen auch Teilnehmer in Maßnahmen, Weiterbildungen, Vorruhestandsregelungen und arbeitsunfähig erkrankte Arbeitslose erfasst.
Die Zahl der Menschen in Unterbeschäftigung (ohne Kurzarbeit) belief sich im Juli 2025 auf 3.988, das sind 95 Personen mehr als im Vormonat und 151 mehr als im Vorjahresmonat. Die Unterbeschäftigungsquote beträgt aktuell 9,3 Prozent.
Zahl neu gemeldeter Stellen gesunken
Die Zahl neu gemeldeter Stellen ist gestiegen. Der Stellenbestand verbleibt im mehrjährigen Vergleich noch auf hohem Niveau.
Öffentliche und private Unternehmen meldeten im Juli beim Arbeitgeber-Service der Arbeitsagentur 127 neue Stellen, 168 weniger als im Juni. Der Stellenbestand ist gegenüber Juni aber um 18 auf 1.114 gestiegen. Im Vorjahr waren im Juni 877 Arbeitsstellen gemeldet.
Die meisten vorhandenen Stellenangebote kommen aus den Berufssegmenten Soziale und kulturelle Dienstleistungsberufe (233 Stellen, z.B. Sozialarbeiter), Fertigungstechnische Berufe (162 Stellen, z.B. Mechatroniker) und Fertigungsberufe (145 Stellen, z.B. Maschinen- und Anlagenführer).