Der Arbeitsmarkt im Landkreis Jerichower Land im Januar 2026

- Arbeitslosigkeit steigt aus mehreren Gründen

- Beratung und Qualifizierung schaffen auch 2026 Chancen auf Einstieg in den Arbeitsmarkt

 

30.01.2026 | Presseinfo Nr. 11

Im Januar 2026 ist die Zahl der Arbeitslosen im Vergleich zum Vormonat Dezember um 256 Personen bzw. um 7,4 Prozent gestiegen. Damit waren 3.738 Personen im Landkreis                      Jerichower Land arbeitslos gemeldet. Die Arbeitslosenquote betrug 8,3 Prozent. 

„Der Anstieg der Arbeitslosigkeit im Januar 2026 ist das Ergebnis mehrerer sich überlagernder Faktoren. Neben der verhaltenden wirtschaftlichen Entwicklung hinterlassen die komplizierte Weltlage mit teurer Energie und Zöllen, der anhaltende Krieg in der Ukraine und insbesondere die jahreszeitlich bedingte Witterung Spuren am Arbeitsmarkt in unserer Region“, erklärt Matthias Kaschte, Leiter der Agentur für Arbeit Sachsen-Anhalt Nord.

„Wichtig bleibt, Beschäftigung zu stabilisieren, Chancen für den Einstieg in den Arbeitsmarkt  zu schaffen und gleichzeitig das vorhandene Fachkräftepotenzial zu sichern. Arbeitsagentur und Jobcenter setzten dafür auch im Jahr 2026 auf passgenaue Beratung und Qualifizierung“, ergänzt er.

 

Arbeitslosigkeit im Vorjahresvergleich

Im Januar 2025 betrug die Arbeitslosenquote 7,4 Prozent und es waren 3.386 Personen arbeitslos gemeldet.

 

Unterbeschäftigung

Der Blick auf die Unterbeschäftigung zeichnet ein umfassendes Bild von der Verfassung des Arbeitsmarktes. Denn hier werden neben Arbeitslosen auch Teilnehmer in Maßnahmen, Weiterbildungen, Vorruhestandsregelungen und arbeitsunfähig erkrankte Arbeitslose erfasst. 

Die Zahl der Menschen in Unterbeschäftigung (ohne Kurzarbeit) belief sich im Januar 2026 auf 4.400, das sind 234 Personen mehr als im Vormonat und 210 mehr als im Vorjahresmonat. Die Unterbeschäftigungsquote beträgt aktuell 9,6 Prozent.

 

Zahl neu gemeldeter Stellen leicht gesunken

Die Zahl neu gemeldeter Arbeitsstellen ist im Januar im Vergleich zum Dezember leicht gesunken. Insgesamt meldeten öffentliche und private Unternehmen im Januar beim gemeinsamen Arbeitgeber-Service der Arbeitsagentur und des Jobcenters 94 neue Stellen, 7 weniger als im Dezember. Der Stellenbestand ist gegenüber dem Vormonat um 26 auf 734 gesunken. Im Vergleich zum Vorjahr ist der Stellenbestand um 77 Arbeitsstellen gesunken.

Die meisten vorhandenen Stellenangebote kommen aus den Berufssegmenten Fertigungstechnische Berufe (173 Stellen, z.B. Mechatroniker), Fertigungsberufe (164 Stellen, z.B. Maschinen- und Anlagenbediener) und Verkehrs- und Logistikberufe (105 Stellen, z.B. Berufskraftfahrer).