Im Januar 2026 ist die Zahl der Arbeitslosen im Vergleich zum Vormonat Dezember um 320 Personen bzw. um 6,1 Prozent gestiegen. Damit waren 5.555 Personen im Landkreis Stendal arbeitslos gemeldet. Die Arbeitslosenquote betrug 10,3 Prozent.
„Der Anstieg der Arbeitslosigkeit im Januar 2026 ist das Ergebnis mehrerer sich überlagernder Faktoren. Neben der verhaltenden wirtschaftlichen Entwicklung hinterlassen die komplizierte Weltlage mit teurer Energie und Zöllen, der anhaltende Krieg in der Ukraine und insbesondere die jahreszeitlich bedingte Witterung Spuren am Arbeitsmarkt in unserer Region“, erklärt Matthias Kaschte, Leiter der Agentur für Arbeit Sachsen-Anhalt Nord.
„Wichtig bleibt, Beschäftigung zu stabilisieren, Chancen für den Einstieg in den Arbeitsmarkt zu schaffen und gleichzeitig das vorhandene Fachkräftepotenzial zu sichern. Arbeitsagentur und Jobcenter setzten dafür auch im Jahr 2026 auf passgenaue Beratung und Qualifizierung“, ergänzt er.
Arbeitslosigkeit im Vorjahresvergleich
Im Januar 2025 betrug die Arbeitslosenquote 10,1 Prozent und es waren 5.448 Personen arbeitslos gemeldet.
Unterbeschäftigung
Der Blick auf die Unterbeschäftigung zeichnet ein umfassendes Bild von der Verfassung des Arbeitsmarktes. Denn hier werden neben Arbeitslosen auch Teilnehmer in Maßnahmen, Weiterbildungen, Vorruhestandsregelungen und arbeitsunfähig erkrankte Arbeitslose erfasst.
Die Zahl der Menschen in Unterbeschäftigung (ohne Kurzarbeit) belief sich im Januar 2026 auf 6.605, das sind 182 Personen mehr als im Vormonat und 154 weniger als im Vorjahresmonat. Die Unterbeschäftigungsquote beträgt aktuell 11,9 Prozent.
Zahl neu gemeldeter Stellen gesunken
Die Zahl neu gemeldeter Arbeitsstellen ist im Januar im Vergleich zum Dezember gesunken. Insgesamt meldeten öffentliche und private Unternehmen im Januar beim gemeinsamen Arbeitgeber-Service der Arbeitsagentur und des Jobcenters 121 neue Stellen, 34 weniger als im Dezember. Der Stellenbestand ist gegenüber dem Vormonat um 13 auf 996 gesunken. Im Vergleich zum Vorjahr ist der Stellenbestand um 81 Arbeitsstellen gesunken.
Die meisten vorhandenen Stellenangebote kommen aus den Berufssegmenten Fertigungstechnische Berufe (163 Stellen, z.B. Mechatroniker), Bau- und Ausbauberufe (152 Stellen, z.B. Maurer) und Medizinische u. nicht-medizinische Gesundheitsberufe (122 Stellen, z.B. Altenpfleger).