Im Januar 2026 ist die Zahl der Arbeitslosen im Vergleich zum Vormonat Dezember um 240 Personen bzw. um 7,1 Prozent gestiegen. Damit waren 3.597 Personen im Altmarkkreis Salzwedel arbeitslos gemeldet. Die Arbeitslosenquote betrug 8,6 Prozent.
„Der Anstieg der Arbeitslosigkeit im Januar 2026 ist das Ergebnis mehrerer sich überlagernder Faktoren. Neben der verhaltenden wirtschaftlichen Entwicklung hinterlassen die komplizierte Weltlage mit teurer Energie und Zöllen, der anhaltende Krieg in der Ukraine und insbesondere die jahreszeitlich bedingte Witterung Spuren am Arbeitsmarkt in unserer Region“, erklärt Matthias Kaschte, Leiter der Agentur für Arbeit Sachsen-Anhalt Nord.
„Wichtig bleibt, Beschäftigung zu stabilisieren, Chancen für den Einstieg in den Arbeitsmarkt zu schaffen und gleichzeitig das vorhandene Fachkräftepotenzial zu sichern. Arbeitsagentur und Jobcenter setzten dafür auch im Jahr 2026 auf passgenaue Beratung und Qualifizierung“, ergänzt er.
Arbeitslosigkeit im Vorjahresvergleich
Im Januar 2025 betrug die Arbeitslosenquote 7,8 Prozent und es waren 3.293 Personen arbeitslos gemeldet.
Unterbeschäftigung
Der Blick auf die Unterbeschäftigung zeichnet ein umfassendes Bild von der Verfassung des Arbeitsmarktes. Denn hier werden neben Arbeitslosen auch Teilnehmer in Maßnahmen, Weiterbildungen, Vorruhestandsregelungen und arbeitsunfähig erkrankte Arbeitslose erfasst.
Die Zahl der Menschen in Unterbeschäftigung (ohne Kurzarbeit) belief sich im Januar 2026 auf 4.236, das sind 211 Personen mehr als im Vormonat und 188 mehr als im Vorjahresmonat. Die Unterbeschäftigungsquote beträgt aktuell 9,9 Prozent.
Zahl neu gemeldeter Stellen gesunken
Die Zahl neu gemeldeter Arbeitsstellen ist im Januar im Vergleich zum Dezember gesunken. Insgesamt meldeten öffentliche und private Unternehmen im Januar beim Arbeitgeber-Service der Arbeitsagentur 75 neue Stellen, 112 weniger als im Dezember. Der Stellenbestand ist gegenüber dem Vormonat um 129 auf 980 gesunken. Im Vergleich zum Vorjahr ist der Stellenbestand jedoch um 204 Arbeitsstellen gestiegen.
Die meisten vorhandenen Stellenangebote kommen aus den Berufssegmenten Soziale und kulturelle Dienstleistungsberufe (223 Stellen, z.B. Sozialarbeiter), Fertigungsberufe (146 Stellen, z.B. Maschinen- und Anlagenbediener) und Fertigungstechnische Berufe (110 Stellen, z.B. Mechatroniker).