Im März 2026 ist die Zahl der Arbeitslosen im Vergleich zum Vormonat Februar um 166 Personen bzw. 3,0 Prozent gesunken. Damit waren 5.390 Personen im Landkreis Stendal arbeitslos gemeldet. Die Arbeitslosenquote betrug 10,0 Prozent.
„Die Arbeitslosigkeit bleibt im mehrjährigen Vergleich weiterhin hoch, ist aber aufgrund üblicher saisonaler Effekte gegenüber Februar zurückgegangen“, erklärt Matthias Kaschte, Leiter der Agentur für Arbeit Sachsen-Anhalt Nord.
„Die umfangreichen Herausforderungen für Unternehmen setzen sich angesichts der geopolitischen Weltlage fort. Diese bildet sich zum Beispiel in den Auswirkungen der amerikanischen Zollpolitik oder den zuletzt wieder kräftig gestiegenen Energie- und Kraftstoffpreisen in Folge der Kriege im Iran und in der Ukraine ab. Einzelne Branchen suchen dennoch weiterhin Fachkräfte, andere wiederum bleiben in ihrem Einstellungsverhalten deshalb eher zurückhaltend“, ergänzt er.
Arbeitslosigkeit im Vorjahresvergleich
Im März 2025 betrug die Arbeitslosenquote 9,6 Prozent und es waren 5.194 Personen arbeitslos gemeldet.
Unterbeschäftigung
Der Blick auf die Unterbeschäftigung zeichnet ein umfassendes Bild von der Verfassung des Arbeitsmarktes. Denn hier werden neben Arbeitslosen auch Teilnehmer in Maßnahmen, Weiterbildungen, Vorruhestandsregelungen und arbeitsunfähig erkrankte Arbeitslose erfasst.
Die Zahl der Menschen in Unterbeschäftigung (ohne Kurzarbeit) belief sich im März 2026 auf 6.622 das sind 98 Personen weniger als im Vormonat und 39 weniger als im Vorjahresmonat. Die Unterbeschäftigungsquote beträgt aktuell 12,0 Prozent.
Zahl neu gemeldeter Stellen gestiegen
Die Zahl neu gemeldeter Arbeitsstellen ist im März im Vergleich zum Februar gestiegen. Insgesamt meldeten öffentliche und private Unternehmen im März beim gemeinsamen Arbeitgeber-Service der Arbeitsagentur und des Jobcenters 226 neue Stellen, 55 mehr als im Februar. Der Stellenbestand ist gegenüber dem Vormonat um 93 auf 1.082 gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahr ist der Stellenbestand um 78 Arbeitsstellen gesunken.
Die meisten vorhandenen Stellenangebote kommen aus den Berufssegmenten Medizinische u. nicht-medizinische Gesundheitsberufe (162 Stellen, z.B. Altenpfleger), Bau- und Ausbauberufe (158 Stellen, z.B. Maurer) und Fertigungstechnische Berufe (157 Stellen, z.B. Mechatroniker).