Der Arbeitsmarkt im Jerichower Land im April 2026

- Arbeitsmarkt bleibt Spiegel der Konjunktur und der Weltlage

- Arbeitsagentur und Jobcenter setzen auf gezielte Förderung

30.04.2026 | Presseinfo Nr. 41

Im April 2026 ist die Zahl der Arbeitslosen im Vergleich zum Vormonat März um 131 Personen bzw. 3,8 Prozent gesunken. Damit waren 3.276 Personen im Landkreis Jerichower Land arbeitslos gemeldet. Die Arbeitslosenquote betrug 7,3 Prozent. 

 

„Der Arbeitsmarkt bleibt auch im April ein Spiegel der herausfordernden Konjunktur und der geopolitischen Weltlage. Für den Landkreis Jerichower Land bedeutet dies konkret eine Zurückhaltung im Einstellungsverhalten. Aus jahreszeitlichen Gründen ist die Arbeitslosigkeit aber dennoch gegenüber dem Vormonat gesunken“, erklärt Matthias Kaschte, Leiter der Agentur für Arbeit Sachsen-Anhalt Nord. 

„Wie schnell eine neue Beschäftigung aufgenommen werden kann, hängt derzeit maßgeblich von der Qualifikation und beruflichen Erfahrungen ab. Das erschwert insbesondere jüngeren und langzeitarbeitslosen Menschen den Einstieg in den Arbeitsmarkt. 

Wir setzen deshalb auf gezielte Fördermöglichkeiten, um zu qualifizieren oder zielgerichtete Einarbeitungen für Unternehmen finanziell abzumildern“, ergänzt Kaschte.

 

Arbeitslosigkeit im Vorjahresvergleich

Im April 2025 betrug die Arbeitslosenquote 7,2 Prozent und es waren 3.275 Personen arbeitslos gemeldet.

 

Unterbeschäftigung

Der Blick auf die Unterbeschäftigung zeichnet ein umfassendes Bild von der Verfassung des Arbeitsmarktes. Denn hier werden neben Arbeitslosen auch Teilnehmer in Maßnahmen, Weiterbildungen, Vorruhestandsregelungen und arbeitsunfähig erkrankte Arbeitslose erfasst. 

Die Zahl der Menschen in Unterbeschäftigung (ohne Kurzarbeit) belief sich im April 2026 auf 4.219, das sind 67 Personen weniger als im Vormonat und 188 mehr als im Vorjahresmonat. Die Unterbeschäftigungsquote beträgt aktuell 9,2 Prozent.

 

Zahl neu gemeldeter Stellen gestiegen

Die Zahl neu gemeldeter Arbeitsstellen ist im April im Vergleich zum März gestiegen. Insgesamt meldeten öffentliche und private Unternehmen im April beim gemeinsamen Arbeitgeber-Service der Arbeitsagentur und des Jobcenters 174 neue Stellen, 32 Stellen mehr als im März. Der Stellenbestand ist gegenüber dem Vormonat leicht gesunken, um 8 auf 831. Im Vergleich zum Vorjahr ist der Stellenbestand um 129 Arbeitsstellen gestiegen.

Die meisten vorhandenen Stellenangebote kommen aus den Berufssegmenten Fertigungsberufe (227 Stellen, z.B. Maschinen- und Anlagenführer), Fertigungstechnische Berufe (163 Stellen, z.B. Mechatroniker) und Verkehrs- und Logistikberufe (113 Stellen, z.B. Berufskraftfahrer).