Im April 2026 ist die Zahl der Arbeitslosen im Vergleich zum Vormonat März um 198 Personen bzw. 3,7 Prozent gesunken. Damit waren 5.192 Personen im Landkreis Stendal arbeitslos gemeldet. Die Arbeitslosenquote betrug 9,6 Prozent.
„Der Arbeitsmarkt bleibt auch im April ein Spiegel der herausfordernden Konjunktur und der geopolitischen Weltlage. Für den Landkreis Stendal bedeutet dies konkret eine Zurückhaltung im Einstellungsverhalten. Aus jahreszeitlichen Gründen ist die Arbeitslosigkeit aber dennoch gegenüber dem Vormonat gesunken“, erklärt Matthias Kaschte, Leiter der Agentur für Arbeit Sachsen-Anhalt Nord.
„Wie schnell eine neue Beschäftigung aufgenommen werden kann, hängt derzeit maßgeblich von der Qualifikation und beruflichen Erfahrungen ab. Das erschwert insbesondere jüngeren und langzeitarbeitslosen Menschen den Einstieg in den Arbeitsmarkt.
Wir setzen deshalb auf gezielte Fördermöglichkeiten, um zu qualifizieren oder zielgerichtete Einarbeitungen für Unternehmen finanziell abzumildern“, ergänzt Kaschte.
Arbeitslosigkeit im Vorjahresvergleich
Im April 2025 betrug die Arbeitslosenquote 9,3 Prozent und es waren 5.030 Personen arbeitslos gemeldet.
Unterbeschäftigung
Der Blick auf die Unterbeschäftigung zeichnet ein umfassendes Bild von der Verfassung des Arbeitsmarktes. Denn hier werden neben Arbeitslosen auch Teilnehmer in Maßnahmen, Weiterbildungen, Vorruhestandsregelungen und arbeitsunfähig erkrankte Arbeitslose erfasst.
Die Zahl der Menschen in Unterbeschäftigung (ohne Kurzarbeit) belief sich im April 2026 auf 6.564, das sind 61 Personen weniger als im Vormonat und 9 mehr als im Vorjahresmonat. Die Unterbeschäftigungsquote beträgt aktuell 11,9 Prozent.
Zahl neu gemeldeter Stellen gesunken
Die Zahl neu gemeldeter Arbeitsstellen ist im April im Vergleich zum März gesunken. Insgesamt meldeten öffentliche und private Unternehmen im April beim gemeinsamen Arbeitgeber-Service der Arbeitsagentur und des Jobcenters 104 neue Stellen, 122 Stellen weniger als im März. Der Stellenbestand ist gegenüber dem Vormonat gesunken, um 39 auf 1.043. Im Vergleich zum Vorjahr ist der Stellenbestand um 76 Arbeitsstellen gesunken.
Die meisten vorhandenen Stellenangebote kommen aus den Berufssegmenten Medizinische u. nicht-medizinische Gesundheitsberufe (163 Stellen, z.B. Altenpfleger), Bau- und Ausbauberufe (154 Stellen, z.B. Maurer) und Fertigungstechnische Berufe (148 Stellen, z.B. Mechatroniker).