Im Mai 2026 ist die Zahl der Arbeitslosen im Vergleich zum Vormonat April um 222 Personen bzw. um 4,3 Prozent gesunken. Damit waren 4.970 Personen im Landkreis Stendal arbeitslos gemeldet. Die Arbeitslosenquote betrug 9,3 Prozent.
„Die Arbeitslosigkeit ist im Mai zurückgegangen, bleibt aber aufgrund der wirtschaftlichen und geopolitischen Herausforderungen hoch“ erklärt Matthias Kaschte, Leiter der Agentur für Arbeit Sachsen-Anhalt Nord.
„Die Einstellungsbereitschaft der Unternehmen ist je nach Branche sehr unterschiedlich. Eine neue Arbeitsstelle zu finden ist daher kein Selbstläufer. Je besser die Qualifikation, desto besser sind aber die Chancen. Damit sich aber die Arbeitslosigkeit, besonders geringqualifizierter Menschen, nicht verfestigt, setzen wir weiter auf Investition in individuelle Betreuung, Vermittlung und Qualifizierung“, ergänzt er.
Arbeitslosigkeit im Vorjahresvergleich
Im Mai 2025 betrug die Arbeitslosenquote ebenfalls 9,3 Prozent und es waren 4.979 Personen arbeitslos gemeldet.
Unterbeschäftigung
Der Blick auf die Unterbeschäftigung zeichnet ein umfassendes Bild von der Verfassung des Arbeitsmarktes. Denn hier werden neben Arbeitslosen auch Teilnehmer in Maßnahmen, Weiterbildungen, Vorruhestandsregelungen und arbeitsunfähig erkrankte Arbeitslose erfasst.
Die Zahl der Menschen in Unterbeschäftigung (ohne Kurzarbeit) belief sich im Mai 2026 auf 6394, das sind 179 Personen weniger als im Vormonat und 49 weniger als im Vorjahresmonat. Die Unterbeschäftigungsquote beträgt aktuell 11,7 Prozent.
Zahl neu gemeldeter Stellen leicht gestiegen
Die Zahl neu gemeldeter Arbeitsstellen ist im Mai im Vergleich zum April leicht gestiegen. Insgesamt meldeten öffentliche und private Unternehmen im Mai beim gemeinsamen Arbeitgeber-Service der Arbeitsagentur 145 neue Stellen, 41 Stellen mehr als im April. Der Stellenbestand ist gegenüber dem Vormonat um 26 auf 1.017 gesunken. Im Vergleich zum Vorjahr lag der Stellenbestand bei 1.163 Arbeitsstellen.
Die meisten vorhandenen Stellenangebote kommen aus den Berufssegmenten Medizinische und nicht-medizinische Gesundheitsberufe (161 Stellen, z.B. Altenpfleger), Fertigungstechnische Berufe (156 Stellen, z.B. Mechatroniker) und Bau- und Ausbauberufe (141 Stellen, z.B. Maurer).