Im Juni 2026 ist die Zahl der Arbeitslosen im Vergleich zum Vormonat Mai um 83Personen bzw. um 1,7 Prozent gesunken. Damit waren 4.918 Personen im Landkreis Börde arbeitslos gemeldet. Die Arbeitslosenquote betrug 5,5 Prozent.
„Die anhaltend schwierige wirtschaftliche Lage und internationale Unsicherheiten prägen den Arbeitsmarkt nach wie vor. Die Arbeitslosigkeit ist im Juni weiterhin auf einem erhöhten Niveau, gegenüber dem Vormonat aber gesunken“, sagt Diana Nebe, Geschäftsführerin Operativ der Agentur für Arbeit Sachsen-Anhalt Nord.
„Die Nachfrage nach Arbeitskräften entwickelt sich je nach Branche unterschiedlich. Wer eine gute Qualifikation und gefragte Kompetenzen mitbringt, hat weiterhin gute Chancen auf eine Beschäftigung. Gleichzeitig bleibt es wichtig, insbesondere Menschen mit geringen Qualifikationen durch individuelle Beratung, gezielte Vermittlung und passgenaue Qualifizierungsangebote nachhaltig in den Arbeitsmarkt zu integrieren“, ergänzt sie.
Arbeitslosigkeit im Vorjahresvergleich
Im Juni 2026 betrug die Arbeitslosenquote 5,6 Prozent und es waren 4.823 Personen arbeitslos gemeldet.
Unterbeschäftigung
Der Blick auf die Unterbeschäftigung zeichnet ein umfassendes Bild von der Verfassung des Arbeitsmarktes. Denn hier werden neben Arbeitslosen auch Teilnehmer in Maßnahmen, Weiterbildungen, Vorruhestandsregelungen und arbeitsunfähig erkrankte Arbeitslose erfasst.
Die Zahl der Menschen in Unterbeschäftigung (ohne Kurzarbeit) belief sich im Juni 2026 auf 6.370, das sind 56 Personen weniger als im Vormonat und 161 mehr als im Vorjahresmonat. Die Unterbeschäftigungsquote beträgt aktuell 7,1 Prozent.
Zahl neu gemeldeter Stellen gesunken
Die Zahl neu gemeldeter Arbeitsstellen ist im Juni im Vergleich zum Mai etwas zurückgegangen. Insgesamt meldeten öffentliche und private Unternehmen im Mai beim gemeinsamen Arbeitgeber-Service der Arbeitsagentur und des Jobcenters 230 neue Stellen, 20 Stellen weniger als im Mai. Der Stellenbestand ist gegenüber dem Vormonat um 186 auf 1.461 gesunken. Im Vergleich zum Vorjahr ist der Stellenbestand um 838 Arbeitsstellen gesunken.
Die meisten vorhandenen Stellenangebote kommen aus den Berufssegmenten Verkehrs- und Logistikberufe (337 Stellen, z.B. Berufskraftfahrer), Fertigungstechnische Berufe (270 Stellen, z.B. Mechatroniker) und Fertigungsberufe (195 Stellen, z.B. Maschinen- und Anlagenführer).