Im Juni 2026 ist die Zahl der Arbeitslosen im Vergleich zum Vormonat Mai um 52 Personen bzw. um 1,7 Prozent gesunken. Damit waren 3.037 Personen im Landkreis Jerichower Land arbeitslos gemeldet. Die Arbeitslosenquote betrug 6,8 Prozent.
„Die anhaltend schwierige wirtschaftliche Lage und internationale Unsicherheiten prägen den Arbeitsmarkt nach wie vor. Die Arbeitslosigkeit ist im Juni weiterhin auf einem erhöhten Niveau, gegenüber dem Vormonat aber gesunken“, sagt Diana Nebe, Geschäftsführerin Operativ der Agentur für Arbeit Sachsen-Anhalt Nord.
„Die Nachfrage nach Arbeitskräften entwickelt sich je nach Branche unterschiedlich. Wer eine gute Qualifikation und gefragte Kompetenzen mitbringt, hat weiterhin gute Chancen auf eine Beschäftigung. Gleichzeitig bleibt es wichtig, insbesondere Menschen mit geringen Qualifikationen durch individuelle Beratung, gezielte Vermittlung und passgenaue Qualifizierungsangebote nachhaltig in den Arbeitsmarkt zu integrieren“, ergänzt sie.
Arbeitslosigkeit im Vorjahresvergleich
Im Juni 2026 betrug die Arbeitslosenquote 7,1 Prozent und es waren 2.882 Personen arbeitslos gemeldet.
Unterbeschäftigung
Der Blick auf die Unterbeschäftigung zeichnet ein umfassendes Bild von der Verfassung des Arbeitsmarktes. Denn hier werden neben Arbeitslosen auch Teilnehmer in Maßnahmen, Weiterbildungen, Vorruhestandsregelungen und arbeitsunfähig erkrankte Arbeitslose erfasst.
Die Zahl der Menschen in Unterbeschäftigung (ohne Kurzarbeit) belief sich im Juni 2026 auf 4.054, das sind 65 Personen weniger als im Vormonat und 91 mehr als im Vorjahresmonat. Die Unterbeschäftigungsquote beträgt aktuell 8,9 Prozent.
Zahl neu gemeldeter Stellen gestiegen
Die Zahl neu gemeldeter Arbeitsstellen ist im Juni im Vergleich zum Mai gestiegen. Insgesamt meldeten öffentliche und private Unternehmen im Mai beim gemeinsamen Arbeitgeber-Service der Arbeitsagentur und des Jobcenters 172 neue Stellen, 60 Stellen mehr als im Mai. Der Stellenbestand ist gegenüber dem Vormonat um 12 auf 821 gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahr ist der Stellenbestand um 101 Arbeitsstellen gestiegen.
Die meisten vorhandenen Stellenangebote kommen aus den Berufssegmenten Fertigungsberufe (249 Stellen, z.B. Maschinen- und Anlagenführer), Fertigungstechnische Berufe (165 Stellen, z.B. Mechatroniker) und Verkehrs- und Logistikberufe (121 Stellen, z.B. Berufskraftfahrer).