Der Arbeitsmarkt im Landkreis Stendal im August 2026

• Arbeitsmarkt bleibt in Folge der derzeitigen Welt- und Konjunkturlage ambivalent

28.08.2026 | Presseinfo Nr. 70

Im August 2026 ist die Zahl der Arbeitslosen im Vergleich zum Vormonat Juli um 52 Personen bzw. um 1,0 Prozent gestiegen. Damit waren 5.140 Personen im Landkreis Stendal arbeitslos gemeldet. Die Arbeitslosenquote betrug 9,6 Prozent.
„Die Lage am Arbeitsmarkt bleibt in Folge der derzeitigen Welt- und Konjunkturlage ambivalent. Während einige Unternehmen zur Aufgabenerledigung zusätzliche Fachkräftebedarfe melden und kaum besetzen können, bleibt das Einstellungsverhalten vieler anderer Unternehmen eher verhalten“, sagt Matthias Kaschte, Leiter der Agentur für Arbeit Sachsen-Anhalt Nord.
„Im Landkreis Stendal bildet sich diese Situation auch in der Entwicklung der Arbeitslosigkeit und der Anzahl neu gemeldeter Arbeitsstellen ab. So ist die Arbeitslosigkeit weiterhin höher als im letzten Jahr und auch gegenüber dem Vormonat gestiegen. Die Zahl neu gemeldeter Arbeitsstellen ist zuletzt zurückgegangen“, ergänzt er.

Arbeitslosigkeit im Vorjahresvergleich
Im August 2025 betrug die Arbeitslosenquote 9,4 Prozent und es waren 5.088 Personen arbeitslos gemeldet.

Unterbeschäftigung
Der Blick auf die Unterbeschäftigung zeichnet ein umfassendes Bild von der Verfassung des Arbeitsmarktes. Denn hier werden neben Arbeitslosen auch Teilnehmer in Maßnahmen, Weiterbildungen, Vorruhestandsregelungen und arbeitsunfähig erkrankte Arbeitslose erfasst.
Die Zahl der Menschen in Unterbeschäftigung (ohne Kurzarbeit) belief sich im August 2026 auf 6.329, das sind 11 Personen weniger als im Vormonat und 21 weniger als im Vorjahresmonat. Die Unterbeschäftigungsquote beträgt aktuell 11,6 Prozent.

Zahl neu gemeldeter Stellen gesunken
Die Zahl neu gemeldeter Arbeitsstellen ist im August im Vergleich zum Juli gesunken. Insgesamt meldeten öffentliche und private Unternehmen im August beim gemeinsamen Arbeitgeber-Service der Arbeitsagentur und des Jobcenters 143 neue Stellen, 37 Stellen weniger als im Juli. Der Stellenbestand ist zudem gegenüber dem Vormonat um 97 auf 980 gesunken. Im Vergleich zum Vorjahr ist der Stellenbestand um 59 Arbeitsstellen gesunken.

Die meisten vorhandenen Stellenangebote kommen aus den Berufssegmenten Fertigungstechnische Berufe (156 Stellen, z.B. Mechatroniker), Medizinische u. nicht-medizinische Gesundheitsberufe (137 Stellen, z.B. Altenpfleger) und Bau- und Ausbauberufe (134 Stellen, z.B. Mauer).