Im Januar 2026 ist die Zahl der Arbeitslosen im Vergleich zum Vormonat Dezember um 853 Personen bzw. um 7,5 Prozent gestiegen. Damit waren 12.295 Personen in der Landeshauptstadt Magdeburg arbeitslos gemeldet. Die Arbeitslosenquote betrug 9,5 Prozent.
„Der Anstieg der Arbeitslosigkeit im Januar 2026 ist das Ergebnis mehrerer sich überlagernder Faktoren. Neben der anhaltend verhaltenden wirtschaftlichen Entwicklung hinterlassen die komplizierte Weltlage mit teurer Energie und Zöllen, der anhaltende Krieg in der Ukraine und insbesondere die jahreszeitlich bedingte Witterung Spuren am Arbeitsmarkt in unserer Region“, erklärt Matthias Kaschte, Leiter der Agentur für Arbeit Sachsen-Anhalt Nord.
„Wichtig bleibt, Beschäftigung zu stabilisieren, Chancen für den Einstieg in den Arbeitsmarkt zu schaffen und gleichzeitig das vorhandene Fachkräftepotenzial zu sichern. Arbeitsagentur und Jobcenter setzten dafür auch im Jahr 2026 auf passgenaue Beratung und Qualifizierung“, ergänzt er.
Arbeitslosigkeit im Vorjahresvergleich
Im Januar 2025 betrug die Arbeitslosenquote 9,4 Prozent und es waren 11.965 Personen arbeitslos gemeldet.
Unterbeschäftigung
Der Blick auf die Unterbeschäftigung zeichnet ein umfassendes Bild von der Verfassung des Arbeitsmarktes. Denn hier werden neben Arbeitslosen auch Teilnehmer in Maßnahmen, Weiterbildungen, Vorruhestandsregelungen und arbeitsunfähig erkrankte Arbeitslose erfasst.
Die Zahl der Menschen in Unterbeschäftigung (ohne Kurzarbeit) belief sich im Januar 2026 auf 15.141, das sind 715 Personen mehr als im Vormonat und 277 mehr als im Vorjahresmonat. Die Unterbeschäftigungsquote beträgt aktuell 11,5 Prozent.
Zahl neu gemeldeter Stellen gesunken
Die Zahl neu gemeldeter Arbeitsstellen ist im Januar im Vergleich zum Dezember gesunken. Insgesamt meldeten öffentliche und private Unternehmen im Januar beim gemeinsamen Arbeitgeber-Service der Arbeitsagentur und des Jobcenters 480 neue Stellen, 180 weniger als im Dezember. Der Stellenbestand ist gegenüber dem Vormonat um 66 auf 3.110 gesunken. Im Vergleich zum Vorjahr ist der Stellenbestand um 48 Arbeitsstellen gesunken.
Die meisten vorhandenen Stellenangebote kommen aus den Berufssegmenten Fertigungstechnische Berufe (461 Stellen, z.B. Mechatroniker), Verkehrs- und Logistikberufe (448 Stellen, z.B. Berufskraftfahrer) und Medizinische u. nicht-medizinische Gesundheitsberufe (408 Stellen, z.B. Altenpfleger).