Im Februar ist die Zahl der Arbeitslosen im Agenturbezirk Schwäbisch Hall-Tauberbischofsheim auf 13915 gesunken. Das sind 299 Arbeitslose (2,1 Prozent) weniger als im Januar und 76 (0,5 Prozent) mehr als im Februar 2025. Die Arbeitslosenquote ist um 0,1 Prozent auf 4 Prozent gesunken.
„Es ist erfreulich, dass sich die Zahlen der Arbeitslosen und der Stellenangebote in die richtige Richtung entwickelt haben“, so Elisabeth Giesen, Leiterin der Agentur für Arbeit Schwäbisch Hall-Tauberbischofsheim. Dies als Signal für einen wirtschaftlichen Aufschwung und einhergehender Trendwende zu bewerten, scheint der Agenturleiterin jedoch etwas zu früh. „Ich würde hier eher von einer leichten Stabilisierung sprechen“, fügt sie an.
Im Februar wurden 843 neue Arbeitsstellen gemeldet. Das sind 281 (50 Prozent) mehr als im Januar und 107 (14,5 Prozent) mehr als im Februar 2025. Insgesamt waren 5139 Stellen gemeldet, 123 (2,5 Prozent) mehr als im Januar und 860 (20,1 Prozent) mehr als im Februar 2025.
Gerade wegen des anhaltenden Fachkräftebedarfs scheint es unlogisch, dass viele Ausbildungsstellen unbesetzt bleiben, während Jugendliche keinen Ausbildungsplatz finden. Besonders betroffen sind junge Menschen mit geringer Qualifikation und zu wenig ausgeprägten Sozialkompetenzen. Dazu kommt das Mismatching- Problem, wenn Vorstellungen und Erwartungen der jungen Menschen nicht zu denen der Unternehmen passen. „Es erfordert Flexibilität und Bemühen beider Seiten. Angesichts des prognostizierten Mangels von Millionen Fachkräften bis 2035 können wir es uns als Gesellschaft nicht leisten, gerade jetzt an Ausbildung und Weiterbildung zu sparen“, führt die Agenturleiterin an.
Mit zentralen Initiativen zur Berufsorientierung wie der „Woche der Ausbildung im März“ und den Praktikumswochen ergänzt die Bundesagentur für Arbeit ihr Beratungs- und Unterstützungsangebot. Ziel ist es, dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken und Mismatching zu verbessern. Schüler und Schülerinnen können unkompliziert direkt mit Unternehmen zusammenkommen, um Ausbildungsplätze zu finden oder Berufe durch Schnupperpraktika kennenzulernen.
Der Arbeitsmarkt im Landkreis Schwäbisch Hall
Im Landkreis Schwäbisch Hall lag die Arbeitslosenquote im Februar bei 4 Prozent (Januar: 4,1 Prozent). Im Februar waren 4837 Menschen arbeitslos gemeldet, 131 (2,6 Prozent) weniger als im Januar und 65 (1,3 Prozent) weniger als im Februar 2025. 1053 Menschen meldeten sich neu oder erneut arbeitslos und 1180 Menschen beendeten die Arbeitslosigkeit. Arbeitgeber haben 320 Stellen gemeldet, 79 (32,8 Prozent) mehr als im Januar und 39,7 Prozent mehr als im Februar 2025. Der Bestand an Stellenangeboten lag zum Stichtag bei 1968; 15,6 Prozent mehr als im Februar 2025.
Der Arbeitsmarkt im Hohenlohekreis
Im Hohenlohekreis lag die Arbeitslosenquote im Februar bei 3,7 Prozent (Januar: 3,8 Prozent). Im Februar waren 2567 Menschen arbeitslos gemeldet, 72 (2,7 Prozent) weniger als im Januar und 3 (0,1 Prozent) mehr als im Februar 2025. 480 Menschen meldeten sich neu oder erneut arbeitslos und 548 Menschen beendeten die Arbeitslosigkeit. Arbeitgeber haben 113 Stellen gemeldet, 44 (63,8 Prozent) mehr als im Januar und 2,6 Prozent weniger als im Februar 2025. Der Bestand an Stellenangeboten lag zum Stichtag bei 957; 0,2 Prozent weniger als im Februar 2025.
Der Arbeitsmarkt im Main-Tauber-Kreis
Im Main-Tauber-Kreis lag die Arbeitslosenquote im Februar bei 3,9 Prozent (Januar: 4 Prozent). Im Februar waren 3051 Menschen arbeitslos gemeldet, 36 (1,2 Prozent) weniger als im Januar und 100 (3,4 Prozent) mehr als im Februar 2025. 720 Menschen meldeten sich neu oder erneut arbeitslos und 760 Menschen beendeten die Arbeitslosigkeit. Arbeitgeber haben 281 Stellen gemeldet, 161 (134,2 Prozent) mehr als im Januar und 23,2 Prozent mehr als im Februar 2025. Der Bestand an Stellenangeboten lag zum Stichtag bei 1405; 37,5 Prozent mehr als im Februar 2025.
Der Arbeitsmarkt im Neckar-Odenwald-Kreis
Im Neckar-Odenwald-Kreis lag die Arbeitslosenquote im Februar bei 4,2 Prozent (Januar: 4,3 Prozent). Im Februar waren 3460 Menschen arbeitslos gemeldet, 60 (1,7 Prozent) weniger als im Januar und 38 (1,1 Prozent) mehr als im Februar 2025. 713 Menschen meldeten sich neu oder erneut arbeitslos und 763 Menschen beendeten die Arbeitslosigkeit. Arbeitgeber haben 129 Stellen gemeldet, 3 (2,3 Prozent) weniger als im Januar und 20,9 Prozent weniger als im Februar 2025. Der Bestand an Stellenangeboten lag zum Stichtag bei 809; 35,7 Prozent mehr als im Februar 2025.
Die Eckwerte nach Rechtskreisen
Im Agenturbezirk Schwäbisch Hall-Tauberbischofsheim waren im Bereich der Grundsicherung (Rechtskreis SGB II) 6208 Arbeitslose gemeldet, im Bereich der Arbeitslosenversicherung (Rechtskreis SGB III) 7707. Der Anteil der Arbeitslosen aus dem Bereich der Grundsicherung (SGB II) am gesamten Bestand betrug 44,6 Prozent.
Von den 4837 Arbeitslosen im Landkreis Schwäbisch Hall wurden 2308 Arbeitslose vom Jobcenter Schwäbisch Hall betreut (304 weniger als im Februar 2025). Die Geschäftsstellen der Arbeitsagentur im Haller Landkreis betreuten 2529 Arbeitslose (239 mehr als im Februar 2025).
Von den 2567 Arbeitslosen im Hohenlohekreis wurden 1139 vom Jobcenter Hohenlohekreis betreut (41 weniger als im Februar 2025). Die Arbeitsagentur im Hohenlohekreis betreute 1428 Arbeitslose (44 mehr als im Februar 2025).
Von den 3051 Arbeitslosen im Main-Tauber-Kreis wurden 1209 vom Jobcenter Main-Tauber betreut (2 weniger als im Februar 2025). Die Geschäftsstellen der Arbeitsagentur im Main-Tauber-Kreis betreuten 1842 Arbeitslose (102 mehr als im Februar 2025).
Von den 3460 Arbeitslosen im Neckar-Odenwald-Kreis wurden 1552 vom Jobcenter Neckar-Odenwald betreut (155 weniger als im Februar 2025). Die Geschäftsstellen der Arbeitsagentur im Neckar-Odenwald-Kreis betreuten 1908 Arbeitslose (193 mehr als im Februar 2025).