Der Arbeitsmarkt im Juli

Zahl der Arbeitslosen steigt auf 13368

Arbeitslosenquote liegt unverändert bei 3,8 Prozent

5029 gemeldete Arbeitsstellen

31.07.2026 | Presseinfo Nr. 43

Im Juli ist die Zahl der Arbeitslosen im Agenturbezirk Schwäbisch Hall-Tauberbischofsheim auf 13368 gestiegen. Das sind 169 Arbeitslose (1,3 Prozent) mehr als im Juni und 132 (1 Prozent) mehr als im Juli 2025. Die Arbeitslosenquote liegt wie im Juni bei 3,8 Prozent. 

 

Im Juli wurden 693 neue Arbeitsstellen gemeldet. Das sind 41 (6,3 Prozent) mehr als im Juni und 30 (4,1 Prozent) weniger als im Juli 2025. Insgesamt waren 5029 Stellen gemeldet, 30 (0,6 Prozent) mehr als im Juni und 204 (4,2 Prozent) mehr als im Juli 2025. 

Viele Unternehmen sind derzeit zweigeteilt aufgestellt: Einerseits suchen sie weiterhin gut ausgebildete Mitarbeiter. Andererseits führen die schwache Konjunktur, internationale Unsicherheiten und der Strukturwandel dazu, dass Unternehmen Neueinstellungen sorgfältiger abwägen und prüfen. „Mit Blick auf den demografischen Wandel jedoch sollte alles daran gesetzt werden, insbesondere auch die jungen Menschen im Anschluss an ihre Ausbildung im Betrieb zu halten“, betont Elisabeth Giesen, Leiterin der Agentur für Arbeit Schwäbisch Hall-Tauberbischofsheim.

 

Derzeit ist wieder Endspurt auf dem Ausbildungsmarkt. Die Agenturleiterin weist auf aktuelle Studien hin, wonach die duale Ausbildung so attraktiv wie seit Jahren nicht mehr ist. So könnten sich drei von vier Jugendlichen eine Ausbildung vorstellen und neun von zehn Auszubildenden sind mit ihrer Berufswahl zufrieden. Doch gleichzeitig finden viele junge Menschen und Ausbildungsbetriebe noch nicht

zueinander. „Deshalb bleiben Berufsorientierung, Praktika und eine gute Begleitung beim Übergang von der Schule in den Beruf entscheidend“, so die Agenturleiterin. 

 

Mit Blick auf den Einsatz von Künstlicher Intelligenz sprechen viele Prognosen zudem dafür, dass gut qualifizierte Fachkräfte und Expertinnen sowie Experten künftig noch stärker gefragt sein werden. Künstliche Intelligenz wird vor allem Routinetätigkeiten übernehmen, während praktische Kompetenzen, Problemlösungsfähigkeit und der verantwortungsvolle Umgang mit neuen Technologien an Bedeutung gewinnen. Die Studien belegen für Elisabeth Giesen erneut ganz klar:“ Eine abgeschlossene Berufsausbildung bleibt die beste Grundlage für einen erfolgreichen Berufseinstieg, kontinuierliche Weiterbildung und langfristig sichere Beschäftigung.“

 

 

Der Arbeitsmarkt im Landkreis Schwäbisch Hall

Im Landkreis Schwäbisch Hall liegt die Arbeitslosenquote bei 3,7 Prozent (Juni: 3,8 Prozent). Im Juli waren 4501 Menschen arbeitslos gemeldet, 40 (0,9 Prozent) weniger als im Juni und 217 (4,6 Prozent) weniger als im Juli 2025. 1126 Menschen meldeten sich neu oder erneut arbeitslos und 1163 Menschen beendeten die Arbeitslosigkeit. Arbeitgeber haben 236 Stellen gemeldet, 13 (5,8 Prozent) mehr als im Juni und 10,8 Prozent mehr als Juli 2025. Der Bestand an Stellenangeboten lag zum Stichtag bei 2000; 10,5 Prozent mehr als im Juli 2025.

 

Der Arbeitsmarkt im Hohenlohekreis

Im Hohenlohekreis liegt die Arbeitslosenquote bei 3,7 Prozent (Juni: 3,6 Prozent). Im Juli waren 2579 Menschen arbeitslos gemeldet, 75 (3 Prozent) mehr als im Juni und 102 (4,1 Prozent) mehr als im Juli 2025. 634 Menschen meldeten sich neu oder erneut arbeitslos und 558 Menschen beendeten die Arbeitslosigkeit. Arbeitgeber haben 117 Stellen gemeldet, 11 (10,4 Prozent) mehr als im Juni und 22 Prozent weniger als im Juli 2025. Der Bestand an Stellenangeboten lag zum Stichtag bei 966; 5,5 Prozent weniger als im Juli 2025.

 

Der Arbeitsmarkt im Main-Tauber-Kreis

Im Main-Tauber-Kreis liegt die Arbeitslosenquote bei 3,8 Prozent (Juni: 3,7 Prozent). Im Juli waren 2894 Menschen arbeitslos gemeldet, 57 (2 Prozent) mehr als im Juni und 167 (6,1 Prozent) mehr als im Juli 2025. 798 Menschen meldeten sich neu oder erneut arbeitslos, 745 Menschen beendeten die Arbeitslosigkeit. Arbeitgeber haben 187 Stellen gemeldet, 6 (3,1 Prozent) weniger als im Juni und 9,2 Prozent weniger als im Juli 2025. Der Bestand an Stellenangeboten lag zum Stichtag bei 1376; 10,6 Prozent mehr als im Juli 2025.

 

Der Arbeitsmarkt im Neckar-Odenwald-Kreis

Im Neckar-Odenwald-Kreis liegt die Arbeitslosenquote bei 4,2 Prozent (Juni: 4,1 Prozent). Im Juli waren 3394 Menschen arbeitslos gemeldet, 77 (2,3 Prozent) mehr als im Juni und 80 (2,4 Prozent) mehr als im Juli 2025. 788 Menschen meldeten sich neu oder erneut arbeitslos, 718 Menschen beendeten die Arbeitslosigkeit. Arbeitgeber haben 153 Stellenangebote gemeldet, 23 (17,7 Prozent) mehr als im Juni und 0,6 Prozent weniger als im Juli 2025. Der Bestand an Stellenangeboten lag insgesamt bei 687; 8,3 Prozent weniger als im Juli 2025.

 

Die Eckwerte nach Rechtskreisen

Im Agenturbezirk Schwäbisch Hall-Tauberbischofsheim waren im Bereich der Grundsicherung (Rechtskreis SGB II) 5902 Arbeitslose gemeldet, im Bereich der Arbeitslosenversicherung (Rechtskreis SGB III) 7466. Der Anteil der Arbeitslosen aus dem Bereich der Grundsicherung (SGB II) am gesamten Bestand betrug 44,2 Prozent.

 

Von den 4501 Arbeitslosen im Landkreis Schwäbisch Hall wurden 2131 Arbeitslose vom Jobcenter Schwäbisch Hall betreut (396 weniger als im Juli 2025). Die Geschäftsstellen der Arbeitsagentur im Haller Landkreis betreuten 2370 Arbeitslose (179 mehr als im Juli 2025).

 

Von den 2579 Arbeitslosen im Hohenlohekreis wurden 1071 vom Jobcenter Hohenlohekreis betreut (116 weniger als im Juli 2025). Die Arbeitsagentur im Hohenlohekreis betreute 1508 Arbeitslose (218 mehr als im Juli 2025).

 

Von den 2894 Arbeitslosen im Main-Tauber-Kreis wurden 1172 vom Jobcenter Main-Tauber betreut (31 mehr als im Juli 2025). Die Geschäftsstellen der Arbeitsagentur im Main-Tauber-Kreis betreuten 1722 Arbeitslose (136 mehr als im Juli 2025).

 

Von den 3394 Arbeitslosen im Neckar-Odenwald-Kreis wurden 1528 vom Jobcenter Neckar-Odenwald betreut (70 weniger als im Juli 2025). Die Geschäftsstellen der Arbeitsagentur im Neckar-Odenwald-Kreis betreuten 1866 Arbeitslose (150 mehr als im Juli 2025).

 

 

Ausbildungsmarkt

 

Seit Beginn des Berufsberatungsjahres im Oktober letzten Jahres haben Arbeitgeber 

4791 Berufsausbildungsstellen gemeldet, das sind 4,2 Prozent weniger als vor einem Jahr. Aktuell sind davon 1983 noch nicht besetzt. Im gleichen Zeitraum haben sich 2584 Bewerberinnen und Bewerber gemeldet, das sind 7,5 Prozent weniger als vor einem Jahr. Davon sind 750 noch unversorgt. Das bedeutet, dass einem unversorgten Bewerber bzw. einer Bewerberin knapp drei freie Stellen entgegenstehen.

„Die Zahlen stellen nur eine Momentaufnahme dar. Denn es ist noch viel Bewegung auf dem Ausbildungsmarkt. Kurzfristige Einstellungen sind oft bis nach dem offiziellen Ausbildungsbeginn möglich. Doch jetzt heißt es „Gas geben“, so Elisabeth Giesen.