Der Arbeitsmarkt im Juni 2026

Arbeitslosigkeit sinkt leicht – doch dem Arbeitsmarkt im Bezirk der Agentur für Arbeit Schweinfurt fehlt es weiterhin an Schwung 

30.06.2026 | Presseinfo Nr. 12

Der Arbeitsmarkt im Juni 2026 

Arbeitslosigkeit sinkt leicht – doch dem Arbeitsmarkt im Bezirk der Agentur für Arbeit Schweinfurt fehlt es weiterhin an Schwung  
Agentur für Arbeit Schweinfurt
Zitat:

Alexandra Elbert, die Geschäftsführerin operativ der Arbeitsagentur, betont: „Dass die Arbeitslosigkeit leicht sinkt, zeigt vor allem die Grundstabilität unserer Unternehmen in der Region. Allerdings dürfen wir die Augen vor der schwindenden Dynamik nicht verschließen. Der erneute Rückgang bei den Stellenmeldungen und die zögerlichen Einstellungen machen deutlich, dass die Betriebe derzeit vorsichtiger agieren. Der Arbeitsmarkt ist nach wie vor robust, aber er tritt spürbar auf der Stelle.“ 

Die Arbeitslosigkeit ist im Bezirk der Agentur für Arbeit Schweinfurt (Stadt Schweinfurt, Landkreis Bad Kissingen, Landkreis Rhön-Grabfeld, Landkreis Haßberge, Landkreis Schweinfurt) im Juni 2026 gesunken. 9.475 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 113 Personen weniger (-1 Prozent) als im Mai, aber 240 Personen bzw. 3 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug 3,8 Prozent und lag mit 0,1 Prozentpunkten unter dem Vormonatsniveau. Vor einem Jahr lag sie bei 3,7 Prozent.

Dynamik am Arbeitsmarkt 

Im vergangenen Monat meldeten sich insgesamt 2.125 Personen arbeitslos. Davon kamen 
734 Personen direkt aus Erwerbstätigkeit. 2.231 Menschen beendeten ihre Arbeitslosigkeit, 
davon nahmen 677 eine Erwerbstätigkeit auf. 

Arbeitslosigkeit nach Rechtskreisen

In der beitragsfinanzierten Arbeitslosenversicherung (Agentur für Arbeit, SGB III) lag die Arbeitslosigkeit bei 4.964 Personen (82 Personen weniger als im Vormonat, aber 82 Personen mehr als vor einem Jahr). Bei den Trägern der Grundsicherung (Jobcenter) waren 4.511 Arbeitslose registriert (31 Personen weniger als im Vormonat, aber 158 Personen mehr als im Vorjahr). Durch die Träger der Grundsicherung (Jobcenter) wurden 48 Prozent aller Arbeitslosen betreut. 
In den Jobcentern stieg die Zahl der Bedarfsgemeinschaften im Vorjahresvergleich um 60 (entspricht 1 Prozent) auf insgesamt 7.672. 
Hierbei wurden im Berichtsmonat insgesamt 10.114 erwerbsfähige Bürgergeldberechtigte betreut, das waren 61 Personen weniger (-1 Prozent) als vor einem Jahr. (Grundsicherungsdaten sind vorläufig und hochgerechnet) 

Stellenmarkt

Die Unternehmen suchen weiterhin Mitarbeitende: 674 Stellen wurden im Juni neu gemeldet (60 weniger als im Vormonat, aber 29 mehr als vor einem Jahr). Die meisten freien Stellen gibt es aktuell in den Branchen Gesundheits- und Sozialwesen, Verarbeitendes Gewerbe, Handel Instandhaltung und Reparatur von Kfz, Baugewerbe, freiberufliche, wissenschaftliche und technische Dienstleistungen. Aktuell befanden sich damit 4.529 freie Stellen im Bestand der 
Arbeitsagentur.   


Blick auf den Ausbildungsmarkt im Juni

Im Agenturbezirk der Agentur für Arbeit Schweinfurt waren bis Juni insgesamt 2.570 Interessierte als Bewerber und Bewerberinnen für eine Ausbildungsstelle oder ein duales Studium bei der Berufsberatung gemeldet, darunter befanden sich 474 Jugendliche mit Migrationshintergrund. 

Erfreulich ist, dass die Zahl von 2.570 Bewerberinnen und Bewerbern erneut einen Anstieg um 25 Personen (1 Prozent) gegenüber dem Vorjahresmonat bedeutet. Aktuell suchen 984 Bewerberinnen und Bewerber aktiv nach einer Ausbildung oder einem dualen Studium. Alle anderen Bewerber bzw. Bewerberinnen haben sich bereits für ein Angebot entschieden oder eine andere Alternative für sich gefunden. 

Die regionalen Unternehmen haben bisher 3.359 Ausbildungs- und duale Studienplätze gemeldet (585 Stellen bzw. 15 Prozent weniger als vor einem Jahr). Rein rechnerisch kommen damit auf 100 Stellen 77 Bewerberinnen bzw. Bewerber. Aktuell sind 1.523 Ausbildungs- und duale Studienplätze frei, vor allem in den Berufen Kaufmann/-frau im Einzelhandel, Verkäufer/in, Fachverkäufer/in-Lebensmittelhandwerk-Fleischerei,  Zahnmedizinische/r Fachangestellte/r und Zerspanungsmechaniker/in.

Zitat:

Alexandra Elbert bewertet die Situation auf dem Ausbildungsmarkt wie folgt: „Die aktuelle wirtschaftliche Stagnation und die spürbaren Veränderungen der Arbeitswelt fordern den Ausbildungsmarkt heraus. Dennoch bleibt die Situation grundlegend bewerberorientiert: Junge Menschen haben nach wie vor gute Chancen, einen qualifizierten Einstieg zu finden – gerade, weil vorausschauende Betriebe trotz schwieriger Rahmenbedingungen intensiv um die Fachkräfte von morgen werben. Gleichzeitig stehen viele Unternehmen vor der Herausforderung, ihre Ausbildungsplätze in einem veränderten Umfeld erfolgreich zu besetzen. In den verbleibenden Wochen bis zum Ausbildungsstart werden wir daher unser Engagement nochmals intensivieren, um Angebot und Nachfrage gezielt und krisenfest zusammenzubringen.“ 

Die Berufs- und Studienberatung ist von überall telefonisch und per Videotelefonie erreichbar und bietet individuelle Beratungen an: Hotline 0800 4 5555 00.